Jever - Umweltobmann Volker Rienits empfiehlt den Landwirten unter den Jägern des Hegerings Jever, Flächen als Blühwiesen für Insekten anzulegen. Auch Fasanen und anderes Niederwild würden davon profitieren, appellierte er in der Jahreshauptversammlung der jeverschen Jägerschaft für die Ansaat von Blühpflanzen.

Gut 100 Mitglieder des Hegerings Jever sorgen sich allgemein um den Bestand an Wildtieren in ihren neun Revieren. So mancher Feldhase oder Fasan mag dem überaus trockenen Sommer 2018 zum Opfer gefallen, nämlich verdurstet sein. Mit 43 als Fallwild gemeldeten Rehen war die Zahl der Tiere, die auf der Straße landeten, höher als die der durch Jäger erlegten Tiere. Und bei den Füchsen wurde laut Wildtiererfassung langfristig ein Rückgang um 25 Prozent verzeichnet. Verschiedene Treibjagden wurden deshalb und weil das Vieh länger als sonst auf den Weiden blieb, abgesagt.

Ganz anders sieht es bei den Nutrias aus, die zunehmend die Deichsicherheit gefährden, bei den immer mehr werdenden Nonnengänsen, die vielen Bauern das Gras wegfressen, und beim Wolf, der im südlichen Friesland schon gesehen wurde und neben den Nutztieren auch Rehe bedroht.

Hegeringleiter Hans-Jürgen Woge berichtete auch über Veranstaltungen wie den Brüllmarkt mit Bläsertreffen in Jever, bei dem Mitglieder des Hegerings Wildwurst verkauften.

Schießobmann Heiko Hildebrandt zählte Erfolge bei diversen Schießwettbewerben auf und Hundeobmann Helmut Behrens lud zu Kursen für die Frühförderung von Jagdhundwelpen ein. Hilde Becker hob das 40-jährige Bestehen des Jagdhornbläsercorps’ Jeverland hervor und kündigte die nächste Hubertusmesse für den 3. November in Varel an.

Vorstand und Obleute wurden wiedergewählt. Beschlossen wurde eine Erhöhung des Jahresbeitrags ab 2020 von 60 auf 80 Euro.


Jens Damm aus Neugarmssiel stellte sich als Bewerber für die Nachfolge von Irp Memmen (72, Sande) im Amt des Vorsitzenden der Kreisjägerschaft vor. Memmen will am 24. April bei der Hauptversammlung im „Schützenhof“ Jever sein Amt aufgeben.

Er erinnerte die Jäger an ihre Pflicht, an der Trophäenschau mitzuwirken, kündigte einen neuen Jungjägerkurs ab August an und sucht ab 2020 ein neues Domizil für die in Sande bestehende Schulungsstätte. Für die Bejagung von Nonnengänsen und den Einsatz bleifreier Munition erwarte er eine Regelung durch den Landesjagdverband, sagte er.