Jever - Architekt Rüdiger Piltz plant für seine Nachbarn die Volksbank Jever den Neubau: In Sichtweite seines Bürohauses an der Mühlenstraße 45 entsteht das neue dreistöckige Wohn- und Geschäftshaus an der Mühlenstraße 37 bis 41. „Die Volksbank wünscht sich beim Neubau einen Wiedererkennungswert“, erläuterte Piltz am Mittwoch im Bauausschuss. Deshalb hat er im Entwurf die für die bisherigen Bauten der Volksbank – das Immobilienzentrum und die Filiale am Schlossplatz – typischen Tonnengewölbe und Mansarddächer aufgegriffen.
Die Häuserzeile Mühlenstraße 37 bis 41 hat die Volksbank Jever gekauft, sie wird abgerissen. Der Besitzer des verbleibenden Hauses Mühlenstraße 43 ist mit den Planungen einverstanden. Die Häuser 37 bis 41 stehen teils mit Versatz an der Straße – der Neubau wird dort für eine einheitliche Linie sorgen. Das Erdgeschoss mit Glasfassade wird überragt von einem Obergeschoss mit weißer Lochfassade, das Erdgeschoss tritt zurück.
Während im Erdgeschoss die Büroräume untergebracht werden, wird es im Obergeschoss Wohnungen geben. Geplant sind Wohnungsgrößen zwischen 50 und 90 Quadratmetern im 1. und 2. Obergeschoss. Das Bauvorhaben wurde vom Bauausschuss grundsätzlich sehr begrüßt. Nur Udo Albers (SWG) hätte sich gewünscht, dass das Gebäude noch zwei Meter weiter nach hinten rückt, um Platz für eine Fahrradstraße vorzuhalten. „Das Gebäude ist noch nicht gebaut und wir sollten dabei unser Fahrradkonzept im Blick behalten“, sagte er. „Wir brauchen Platz dafür, sonst kommen wir der Fahrradstadt Jever nicht näher“, meinte er.
Bürgermeister Jan Edo Albers dagegen hält es für ausgeschlossen, dass an der Haupteinfahrtsstraße Jevers parallel eine Fahrradstraße entstehen kann. „Für mich passt sich das neue Gebäude sehr gut ein“, sagte er. Bei einer Enthaltung gab es grünes Licht für das Vorhaben.
