JEVER - Erleichterung bei den Bewohnern der Häuser am Treidelweg in Jever: nach jahrelangem Stillstand wird die Zufahrtstraße zu ihren Häusern nun endlich ausgebaut.
Das Bauunternehmen Feldmann hat bereits Bordsteine gesetzt. Nach Angaben von Inhaber Michael Feldmann werden der befahrbare Treidelweg und der Fußweg zum Hooksweg gepflastert. Zudem werden Parkplätze angelegt. Er hofft, den Ausbau bis Ende Juli abschließen zu können.
Mehr als zehn Jahre hatten die Bewohner des Neubaugebiets auf den Straßenausbau gewartet. Ihnen waren seinerzeit exklusive Wohnungen in Innenstadtnähe angeboten worden. Das vernachlässigte Umfeld passte allerdings nicht zu diesem Anspruch. Brach liegende Grundstücke, eine provisorische Straße und überwucherte Parkplätze bestimmten das Bild.
Das erste Mehrfamilienhaus wurde im Jahr 2001 gebaut, weitere folgten. Dann kam das Projekt ins Stocken unter anderem, weil sich die Stadt in diesem Bereich lange eine Option zum Bau der so genannten Spange als Verbindung zwischen Wangerländischer Straße und Hooksweg offen gehalten hatte.
Das Problem: Die Firma Feldmann als Bauträger hatte sich verpflichtet, erst nach einer 80-prozentigen Bebauung des Gebiets den Treidelweg auszubauen eine Vereinbarung, die bei der Erschließung von Neubaugebieten durchaus üblich ist, damit neue Straßen nicht gleich von Baufahrzeugen wieder in Mitleidenschaft gezogen werden.
Nun hat sich die Firma Feldmann bereit erklärt, vorzeitig die Straße und den Fußweg herzurichten und quasi in Vorleistung zu treten auch wenn immer noch große Flächen auf Käufer warten. Nach ihrer Fertigstellung werden der Treidelweg und der Fußweg der Öffentlichkeit gewidmet und gehen ins Eigentum der Stadt über. Sie ist dann in den öffentlichen Bereichen auch für die Pflege und den Winterdienst zuständig.
Wir sind froh, dass nun etwas passiert, sagen Lisa und Otto Müller, die am Treidelweg eine Penthouse-Wohnung gekauft haben.
Während am Treidelweg, der von der Wangerländischen Straße abweicht, nun Besserung in Sicht ist, bleibt die Schlachte, über die ebenfalls ein trister Zugang zum neuen Wohngebiet führt, eine Problemzone. Dort verfallen Häuser, der alte Hafen wartet auf ein Nutzungskonzept. Die politischen Diskussionen darüber stehen aber erst ganz am Anfang.
