JEVER - Wie kann man ein relativ großes Haus in eine relative kleine Baulücke bauen, die zudem links rechts von hohen Brandmauern begrenzt ist und mitten in Jevers historischer Altstadt liegt?
Dieser Herausforderung stellten sich Friedrich Carl Meyer und Alexandre Schlieper vom Architekturbüro Metaplan in Jever bei einem Neubau am Hopfenzaun 8. Und das mit Erfolg: Eine Jury der Architektenkammer Niedersachsen hat das ungewöhnliche Stadthaus jetzt als Vorzeigeobjekt für den offiziellen Tag der Architektur am kommenden Sonntag, 24. Juni, ausgewählt.
„Grundidee des Entwurfs ist ein Haus im Haus“, sagt Friedrich Carl Meyer. Durch eine von viel Glas ummantelte Hülle mit einem Innenhof und einem seitlichen glasüberdachten Gang zwischen dem eigentlichen Haus und der Brandmauer wurde die Sonne in die inneren Räume geholt. „Blickachsen, Sichtbeziehungen und Lichteinfälle sorgen für eine interessante und abwechslungsreiche Wahrnehmung“, so Meyer.
Die Außenfassade wurde der übrigen eher kleinteiligen Bebauung angepasst. Im Innern des Hauses finden sich viele Möbel und Einrichtungsgegenstände, die speziell auf die Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten wurden und mit der Gestaltung des Hauses in Beziehung stehen. Meyer betont, dass bei den rund achtmonatigen Bauarbeiten in erster Linie Handwerker aus der Region zum Einsatz gekommen sind.
Das Haus bietet auf einer Grundstücksfläche von nur 180 Quadratmetern eine Wohn- und Nutzfläche von rund 280 Quadratmetern auf drei Ebenen.
Grundidee der Planer war, ein lichtdurchflutetes „Haus im Haus“ zu bauen
termine für
Besichtigung
Zum Tag der Architektur
können sich Interessierte am Sonntag, 24. Juni, von 11 bis 17 Uhr direkt vor Ort ein Bild von dem ausgewählten Objekt am Hopfenzaun 8 in Jever machen.Die Architekten
Friedrich Carl Meyer und Alexandre Schlieper stehen Rede und Antwort und bieten um 11, 14, 16 und 17 Uhr Führungen an.Mehr Infos unter
