JEVER - JEVER - Sieben von zehn Beschäftigten machen Dienst nach Vorschrift, rund 87 Prozent fühlen sich ihrem Arbeitgeber nicht verpflichtet und fast jeder dritte hat innerlich abgeschlossen mit seinem Betrieb.
„Erschreckend“, nennt Ulrike Ufken, Unternehmensberaterin und Konfliktmanagerin, solche Umfragergebnisse. Sie zeigen ganz deutlich: vielen Arbeitnehmern fehlt die Motivation – „und das hat natürlich auch Auswirkungen auf das Unternehmen“.
„Mehr Erfolg durch motivierte Mitarbeiter“ lautete das Thema des letzten Vortrags in der Reihe des Arbeitskreises Wirtschaft und Einzelhandel des Stadtmarketings in Zusammenarbeit mit der OLB. Denn „Motivation ist die treibende Kraft, die Bereitschaft zu handeln und das Unternehmen vorwärts zu bringen“, so die Definition der Unternehmensberaterin.
Dabei komme es darauf an, dass der Chef selbst motiviert sei: „Es geht darum, positive innere Bilder zu erzeugen und sich an gute Situationen zu erinnern, das belebt die Freude an der Arbeit“, sagte Ufken.
Für die eigene Motivation sei jeder selbst zuständig. „Auch wenn dahinter der Kantsche Satz steht ,Du kannst, denn du willst, denn du musst’“, so die Referentin.
Sie warnte davor, Mitarbeiter allein durch Belohnungen zu motivieren: „Mehr Geld ist zwar ein Motivator, aber es wirkt nur kurzfristig.“
Stattdessen müssten Unternehmer die Motivation der Mitarbeiter durch gezielte Anreize verstärken. Und das geht nicht nur über die Gehaltserhöhung: „Achten Sie die Persönlichkeit ihres Mitarbeiters, bringen Sie ihm Wertschätzung entgegen, loben Sie Leistungen und bieten Sie ihm Entfaltungsmöglichkeiten“, sagte Ufken.
Mitarbeiter gezielt motivieren
Selbstständig arbeiten
können und die Wertschätzung ihrer Arbeit motiviert Mitarbeiter am meisten. Das hat eine kleine Umfrage von Ulrike Ufken in Jever ergeben. Wichtig war den Mitarbeitern außerdem, dass ihr Vorgesetzter ehrlich mit ihnen umgeht und an ihren Geburtstag denkt.Um Mitarbeiter
zu motivieren muss ein Chef• Aufgaben- und Kompetenzen klar verteilen
• Freiräume lassen, selbstständige Entscheidungen zulassen
• auch zu seinen eigenen Fehlern stehen
• bei Intrigen eingreifen, klar auftreten und unterbinden, außerdem alle Mitarbeiter gerecht behandeln
• Kritik auf ein Gespräch unter vier Augen beschränken
