Jever - Seit 2009 herrscht Funkstille zwischen der Stadt Jever und ihrer spanischen Partnerstadt Cullera. Doch das soll sich nun ändern: Bürgermeister Jan Edo Albers hat seinen Amtskollegen Ernesto Sanjuan Martinez angeschrieben, um die freundschaftlichen Kontakte zwischen den beiden Städten wiederzubeleben.

Albers regt in seinem Brief einen Besuch an – entweder der Cullerenses in Jever oder der Jeveraner in Cullera. „Mir liegt, wie vielen Jeveranerinnen und Jeveranern, die Städtepartnerschaft zwischen Cullera und Jever am Herzen“, schreibet er an Sanjuan Martinez.

Als 2008 Jever und Cullera zehn Jahre Städtepartnerschaft feierten, schien die Partnerschaft der beiden Kommunen auf einem guten Weg zu sein. Neben vielen privaten Kontakten verbrachten 2009 Mädchen des FSV Jever ihr Sommercamp in der spanischen Stadt und ein Schüleraustausch zwischen BBS Jever und Berufsschule Cullera entwickelte sich.

Doch dann kam die Weltfinanzkrise – die Partnerstadt wurde wie ganz Spanien auch, von der Krise schwer getroffen. Einladungen aus Jever blieben unbeantwortet – bis 2012, als auf Nachfrage aus Jever aus Cullera zu hören war, dass man an der Aufrechterhaltung der Städtepartnerschaft interessiert sei, allerdings fehle Geld für Besuche.

Albers hatte beim Neujahrsempfang angekündigt, den Versuch unternehmen zu wollen, die ruhende Partnerschaft mit Cullera wieder aufleben zu lassen (die NWZ  berichtete).


Nicht betroffen von der Funkstille zwischen den Stadtverwaltungen war in den vergangenen Jahren der Kontakt zwischen Bürgern Jevers und Culleras. Die Freundschaftspflege auf privater Basis ging weiter – mehrere Jeveraner besuchten immer wieder die spanische Partnerstadt.

Pläne für eine weitere Vertiefung privater Kontakte gibt es in Jever ebenfalls bereits: So bemühen sich die Kirchplatz-Gastronomen Franco Oglialoro und Thomas Lottmann um Kontakt zu Musikern.