JEVER - JEVER - Als Hersteller hochwertiger Schutzkleidung genießt die Firma Hase aus Jever einen hervorragenden Ruf. Porsche, VW, Thyssen-Krupp, Siemens und Deutsche Post sind nur einige der Weltunternehmen, die ihre Mitarbeiter mit Arbeitsschutzprodukten und Spezialtaschen aus dem Sortiment der Jeveraner ausstatten.
Die Produkte werden z. T. aufgrund der günstigeren Herstellungs- und Rohstoffkosten bisher ausschließlich bei „Produktionspartnern“ in Polen, Indien, Pakistan und China gefertigt. Bisher. „Wir wollen zurück zu unseren Wurzeln“, umschreibt Theodor Wagner, geschäftsführender Gesellschafter der Hase Lederfabrik, die neue Firmenstrategie. Seit der Firmengründung durch Karl Hase 1936 und bis weit in die 80er Jahre hinein wurden die Waren vorwiegend am Standort Wilhelmshaven/Jever hergestellt.
Mit einer neuen Produktlinie für den medizinisch-orthopädischen Bereich will Wagner die Produktion am Standort Am Hillernsen Hamm in Jever aufnehmen. Die Katze will Wagner allerdings noch nicht ganz aus dem Sack lassen. „Die Konkurrenz schläft nicht“, sagt Wagner. Der Markt für Arbeitsschutzbekleidung und Spezialbekleidung sei schließlich hart umkämpft.
„Dank unserer Konzentration auf Qualität, Kundenbindung und Service können wir uns auf dem hart umkämpften Markt behaupten“, betont Marc Bankoley, zuständig für Marketing und Vertrieb. Da die Fertigung der Produkte für den medizinischen Bereich sehr kompliziert sei, will Hase die neuen Produkte in Jever produzieren. „Für unser Projekt suchen wir noch händeringend nach Näherinnen mit Spezialkenntnissen im Steppnähen“, sagt Wagner. Auch der Vertrieb soll mit neuen Mitarbeitern aufgestockt werden.
Auf Produktqualität legt man bei Hase nicht nur aus Sicherheitsgründen hohen Wert. So erfolgt bei der Produktion bis zum Verkauf eine umfangreiche Qualitätskontrolle. „Wenn wir im Bereich Schutzkleidung einen Fehler machen, kann das für den Träger unserer Produkte schlimme Konsequenzen haben“, sagt Wagner.
Zu den Kunden von Hase zählen nicht nur die Großunternehmen, sondern auch viele Fachhändler und mittelständische Unternehmen. Weil sich viele der Kleinunternehmen eine eigene Service- bzw. Marketingabteilung nicht leisten können, werden sie vom neu aufgebauten Hase-Competence-Center beraten.
Am Standort Jever befindet sich derzeit die Hauptverwaltung mit dem Management, der Vertrieb und die Produktentwicklung, das Logistik Center mit dem Hochregallager und das neue Service-Center, das Kundenanfragen bearbeitet. Im 6500 Quadratmeter großen Distributionscenter werden jährlich bis zu 100 000 Pakete für die Kunden auf die Reise geschickt.
Der Großteil der Hase-Produkte kommt per Container aus Asien in den Containerhäfen Hamburg und Bremerhaven an und wird von dort per Lkw nach Jever gebracht. „Für uns kann der Jade-Weser-Port gar nicht früh genug kommen“, sagt Firmenchef Wagner. Durch die Nähe zum geplanten Containerhafen an der Jade könnte sein Unternehmen erhebliche Transportkosten und Lieferzeiten einsparen.
„Leider dauern solche Großprojekte in Deutschland immer recht lange bis zur Realisierung“, klagt der Mittelständler. Ganz anders in China oder Indien, wo Großprojekte oft innerhalb eines Jahres aus dem Boden gestampft werden.
Schnelligkeit ist für den Mittelständler Wagner überlebenswichtig. „Wer der erste mit neuen, hochwertigen Produkten am Markt ist, macht in der Regel das Rennen“, betont auch Hases Marketingexperte Marc Bankoley.
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NWZ/JEVER/.2
