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Betreuung Jeverland kann Quote bei Krippen erfüllen

Oliver Braun
Oliver Braun Tim Gelewski

Jeverland - Ab dem 1. August haben Eltern einen gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz für ihre Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass 35 Prozent der Eltern diesen Anspruch einfordern werden – eine große Herausforderung für die Kommunen. Die Städte und Gemeinden im Jeverland sind darauf gut vorbereitet, überall kann die geforderte Quote erfüllt werden. Das ergab eine Nachfrage der NWZ .

Soll sogar übererfüllt

Jever verfügt laut Andree Heeren vom Fachdienst Soziales bald über 60 Plätze. Aktuell werden die Räume zweier Kindergartengruppen an der Lindenallee umgebaut, die Fertigstellung soll im September sein. Die Wartezeit sei mit den Eltern abgesprochen und bereite keine Probleme.

Im Oktober oder November wird zusätzlich im Container am Kindergarten Klein Grashaus eine neue Gruppe entstehen. „Dann werden wir eine Quote von ca. 50 Prozent erfüllen“, so Heeren. Damit würde die Nachfrage abgedeckt – eine Warteliste gebe es in Jever nicht.

Die Stadt Schortens ist mit 112 Krippenplätzen in Schortens, Sillenstede und Roffhausen ebenfalls sehr gut aufgestellt. „Wir haben keine Sorge, dass wir die geforderte Quote nicht erfüllen können“, erklärt Fachbereichsleiterin Anja Müller. Etwa 100 Eltern haben Plätze nachgefragt, die Stadt könnte darüber hinaus noch weiteren Bedarf decken.

Auch in Sande ist alles im grünen Bereich. Die Gemeinde kann nun 60 Krippenplätze bieten und das sei laut Hans-Hermann Tramann von der Gemeindeverwaltung der Bedarf, der abgefragt worden sei. 15 Krippenplätze gebe es im evangelischen Kindergarten Sande. Bei Bedarf könne kurzfristig noch eine weitere Kleingruppe im Gemeindehaus eingerichtet werden.


In Neustadtgödens werden im dortigen Kindergarten noch Umbauarbeiten vorgenommen. Dort werden ebenfalls 15 Krippenplätze angeboten. „Bis zum 1. August sind wird dort fertig“, so Tramann.

Improvisiert werden muss noch in Cäciliengroden: Dort wird der Kindergarten erweitert, die beiden Kindergartengruppen sind vorübergehend ins Dorfgemeinschaftshaus umgezogen. Gut 800 000 Euro kostet die Kindergartenerweiterung. Knapp 200 000 Euro gibt es als Landesförderung. Bedingung: Bis zum 31. Dezember muss alles fertig sein.

Tramann zufolge sei die improvisierte Unterbringung der Kinder mit den Eltern abgestimmt. Zum 1. August wird die neue Krippe einen Raum des Kindergartens belegen und nach Fertigstellung des Anbaus in die neuen Krippenräume umziehen. Dann sollen auch die Kindergartengruppen aus dem Dorfgemeinschaftshaus in ihre Räume im Kindergarten zurückkehren.

Zahlen ändern sich

Im Wangerland geht Bürgermeister Harald Hinrichs von einer „sehr guten Auslastung“ der Krippen zum Start aus. Aber: „Die Anmeldezahlen ändern sich fast täglich.“ Noch bis zum 1. August soll die neue Krippe in Hohenkirchen öffnen. Insgesamt verfügt die Gemeinde dann über 57 Plätze: 30 im Kindergarten Hooksiel, 15 in Hohenkirchen und 12 Plätze einer integrativen Krippe im Kindergarten Tettens. „Wir gehen davon aus, dass im Laufe des Jahres dann alle Plätze vergeben sein werden,“, so Hinrichs. Die Abdeckungsquote werde dann bei etwa 40 Prozent liegen.

Laut Kreisrätin Silke Vogelbusch gab es in Friesland bei der jüngsten Erhebung im April 1424 Kinder im Krippenalter.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever
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