Oldenburg - Die Wirtschaft des Oldenburger Landes ist ein Jobmotor: Zwischen 2008 und 2014 wurden rund 50 000 neue sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen – das bedeute ein Plus von 16 Prozent, erläuterte Gert Stuke, Präsident der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), mit Hauptgeschäftsführer Dr. Joachim Peters, am Freitag bei der Jahresbilanz der Kammer in Oldenburg.
Die Zahlen seien „wirklich beeindruckend“, meinte Peters. In Niedersachsen insgesamt habe der Zuwachs im gleichen Zeitraum „nur“ neun Prozent erreicht.
Gut die Hälfte des Wachstums entfällt den Angaben zufolge auf die Kreise Cloppenburg und Vechta. Ein großer Teil der neuen Arbeitsplätze werde in Teilzeit genutzt.
Die IHK-Spitze geht davon aus, dass sich der günstige Beschäftigungstrend „grundsätzlich“ weiter fortsetzen könne. Grund seien „sehr gute Standortvorteile“ und gute Chancen in Bereichen wie erneuerbare Energien.
Stuke mahnte aber einige Voraussetzungen an – darunter einen drastisch beschleunigten Breitbandausbau, Zustimmung für das Freihandelsabkommen TTIP und auch Veränderungen im Agrarsektor als Basis der regional wichtigen Ernährungsindustrie. Er sehe hier „Handlungsbedarf“, um die Akzeptanz für die weitere Entwicklung zu sichern, sagte Stuke. Man müsse, was die Agrarwirtschaft angehe, künftig „proaktiv neue Wege gehen“, mahnte der IHK-Präsident. Die Branche sei in einem Transformationsprozess. Gelinge er nicht, „werden wir ein Problem haben“, so Stuke. Wichtig seien aber, dass neue Anforderungen an die Branche „wettbewerbsverträglich“ gestaltet wurden, betonte er.
