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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Ungeregelter Brexit träfe VW-Fertigung in Südafrika

02.09.2019

Johannesburg Ein ungeregelter britischer EU-Austritt könnte auch Jobs in der südafrikanischen Automobilindustrie kosten. „Wenn es zu einem harten Brexit ohne Vereinbarung mit Südafrika kommen sollte, ist hier bei uns eine ganze Schicht weg“, sagte der Geschäftsführer von Volkswagen South Africa, Thomas Schäfer, der Deutschen Presse Agentur. Der Grund: Unter dem EPA-Abkommen zwischen der EU und Südafrika exportiert Volkswagen pro Jahr rund 50 000 Polo aus dem Kap-Staat zollfrei nach Großbritannien.

Laut Schäfer – der auch Vorsitzender des Afrikanischen Automobilhersteller-Verbandes (AAAM) ist – ergäbe sich ohne ein bilaterales Abkommen zwischen London und Südafrika ein geringerer Bedarf sowie eine drohende Reduzierung der Auto-Exporte vom Kap. Im schlimmsten Fall könnte Volkswagen von dort nur noch 30 000 Polos pro Jahr exportieren. „Egal wie groß die Reduzierung ausfällt: Es wäre eine Katastrophe für Südafrika“, meinte er.

Im Vorjahr hat das Volkswagenwerk (3700 Mitarbeiter) nahe der Hafenstadt Port Elizabeth 126 463 Fahrzeuge produziert. Fürs laufende Jahr gibt VW-Landeschef Schäfer ein Ziel von rund 162 000 Fahrzeugen vor, von denen 107 400 in den Export gehen sollen. Das Volkswagen-Werk in der mit Niedersachsen partnerschaftlich verbundenen Ostkap-Provinz beschäftigt rund 3700 Mitarbeiter und baut sowohl für den Export sowie den heimischen Markt diverse Polo-Versionen.

Voraussetzung für das EPA-Abkommen (Economic Partnership Agreement) zwischen der EU und Südafrika ist, dass mindestens 60 Prozent der Wertschöpfung in Afrika erzielt wird. Bisher zählen auch aus der EU gelieferte Komponenten als Teil dieser Wertschöpfung – bei einem Brexit ohne Abkommen wäre Großbritannien aber nicht mehr Nutznießer des Vertrags. Werden Komponenten aus der EU dann nicht mehr in die Wertschöpfungs-Kalkulation einbezogen, drohen in beiden Richtungen Einfuhrzölle. Sie würden Autos – je nach Typ – um 1500 bis 2000 Euro teurer machen. „Auf Südafrikas Autoexporte würden nach den WTO-Handelsregeln zehn Prozent Zölle entfallen“, schrieb die nationale Wochenzeitung „Mail & Guardian“.

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