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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Steinhoff tritt Hälfte an Poco ab

05.09.2018

Johannesburg /Westerstede Das im Zuge einer Bilanzaffäre angeschlagene südafrikanisch-deutsche Möbelunternehmen Steinhoff hat sich mit dem österreichischen Unternehmer Andreas Seifert abschließend auf den Verkauf der 50-prozentigen Beteiligung am Möbeldiscounter Poco geeinigt. Seifert, dem die Möbelkette XXXLutz gehört, zahlt für die ausstehenden Anteile rund 270,7 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die anderen 50 Prozent an Poco gehörten ohnehin schon XXXLutz.

Mit der Einigung legen der Steinhoff-Konzern, dessen Wurzeln in Westerstede liegen, und Seifert auch einen seit 2015 andauernden Rechtsstreit bei. Im Grundsatz hatten sich beide Seiten schon Ende April auf die Übernahme des Poco-Anteils geeinigt. Der Möbeldiscounter, der in 123 Einrichtungshäusern (davon 118 in Deutschland) rund 8500 Mitarbeiter beschäftigt, behält bei dem Verkauf Verbindlichkeiten von rund 140 Millionen Euro, hieß es weiter. Die Wettbewerbsbehörden müssen dem Deal noch zustimmen.

Jörg Schürmeyer
Redakteur
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2041

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