JüHRDENERFELD - 30 Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren aus dem weißrussischen Gebiet Gomel waren jetzt zu Gast auf dem „Eichenhof" in Jührdenerfeld. In ihrer Heimat sterben noch heute Menschen an den Folgen des Atomunfalls im 120 Kilometer entfernten ukrainischen Tschernobyl, der 1986, vor 22 Jahren, passiert war. Auch einige der Jungen und Mädchen, für die der Verein „Tiere für Menschen" um Mirjam Beilharz ein buntes Erlebnisprogramm vorbereitet hatte, sind von Krankheiten gezeichnet. Erwin Kontek und Gisela Eilers-Isenbart vom Verein „Kinder von Tschernobyl Friesland/Wilhelmshaven" wollen darum nicht nachlassen in ihrem gemeinnützigen Engagement.

Die weißrussische Gruppe wird von Gastfamilien betreut. Vereine und Organisationen haben sie zu verschiedenen Aktivitäten eingeladen (die NWZ berichtete), zum Grillen und Bootfahren, zur Kutterfahrt nach Spiekeroog, zum Baden und Judo-Sport, zum „Tag bei der Marine" oder zum Besuch im Jaderberger Zoo. Am Montag, 21. Juli, sind die Kinder Gäste der Gemeinde Bockhorn im Erlebnisbad am Urwald.

Dank der Unterstützung der Firma Bruns-Reisen (Varel) können die Kinder per Bus durch Friesland reisen, betonte Gisela Eilers-Isenbart. Finanzielle Hilfe sei dringend notwendig, denn die Konten des Vereins „Kinder von Tschernobyl", so Erwin Kontek, "gehen gegen Null. Wir wissen nicht, ob wir im nächsten Jahr tatsächlich wieder eine Gruppe einladen können." Sponsoren sind also erwünscht, Informationen erhalten Interessierte unter Tel. 04423/6915 oder 04461/72940.

Der Verein „Tiere für Menschen", der sich für tiergestützte Heilpädagogik insbesondere mit Pferden einsetzt, besteht seit zehn Jahren. Aus diesem Anlass wird am 23. August ab 11 Uhr zu einem großen Hoffest eingeladen, mit Mittelalter-Spectaculum, Kunsthandwerkermarkt, Trommelsession, Ponyreiten und vielem mehr. Der „Eichenhof" liegt an der Jührdenerfelder Straße 15.