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Jugendhaus Bürgerbegehren ist vom Tisch

Christian Korte
KIRCHHATTEN - Die Unterlagen und Unterschriftenlisten für ein Bürgerbegehren gegen den Kauf des Gebäudes der Druckerei Plakativ als Kinder- und Jugendhaus waren fertig – am Donnerstag beschlossen Peter Seidl, Monika Grashorn und CDU-Chef Manfred Huck, ihren Plan fallen zu lassen. Da wie inzwischen bekannt wurde, der Kaufvertrag unterschrieben ist, hätten die Bürger die Entscheidung des Rates nur noch „missbilligen“ können – zurückgenommen werden kann der Kauf nicht mehr. „Unter diesen Umständen macht der Aufwand für ein Bürgerbegehren keinen Sinn“, sagt Peter Seidl, der selbst ein Angebot zum Neubau eines Kinder- und Jugendhauses unterbreitet hatte und bisher allein als Initiator des Bürgerbegehrens in Erscheinung getreten war. (

NWZ

  berichtete)

Er, Grashorn und Huck kritisieren die Entscheidung weiterhin scharf. Zum einen zweifeln sie die Wirtschaftlichkeitsrechnung der Gemeinde an. Bei der Rechnung fehlten, so rechnet Seidl vor, die Abrisskosten für das alte Kinder- und Jugendhaus. Und auch die Zinsen, die fällig würden, wenn die Gemeinde das Geld für eine vereinbarte Einmalzahlung und Reparatur- und Umbauarbeiten aufnimmt, seien nicht einberechnet. Seidl rechnet mit Gesamtkosten von mehr als 778 000 Euro bei einer Laufzeit der vereinbarten Leibrente von 25 Jahren, die Gemeinde nimmt höchstens 474 000 Euro an.

Zum anderen kritisiert Seidl den Vergleich nach Quadratmeterpreis. Bei diesem Vergleich schnitt in der Vergleichsrechnung der Gemeinde das Druckereigebäude deutlich günstiger ab als der von Seidl vorgeschlagene Neubau. Für ihn sei entscheidend, was die Gemeinde brauche und wie der Gesamtpreis aussehe, so Seidl. Die Fläche von 220 Quadratmetern für einen Neubau hätte für Jugendhaus und Bibliothek gereicht, sind Seidl, Grashorn und Huck überzeugt. Sie alle kritisieren außerdem, dass der Verwaltungsausschuss das angekündigte Bürgerbegehren nicht abgewartet hat. Monika Grashorn fragt: „Woher kam diese Eile, warum wurde die Sache nicht transparent im Rat entschieden?“

Den Vorwurf, die Kosten nicht transparent zu machen, will die Gemeindeverwaltung nicht auf sich sitzen lassen. Wie Heike Kersting, Allgemeine Stellvertreterin der Bürgermeisterin, am Donnerstag gegenüber der

NWZ

  erklärte, wird das Thema Kinder- und Jugendhaus erneut auf der Tagesordnung der nächsten Gemeinderatssitzung stehen. Dann würde die Finanzierung allen interessierten Bürgern im Detail vorgestellt.
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