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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Jugendliche aus der EU integrieren

29.06.2016

Oldenburg /Wittmund Für den „Preis für Innovative Ausbildung“ (PIA) der NWZ  ist kurz nach dem Startschuss 2016 die zweite Bewerbung eingegangen. Sie kommt von der Firma „bbf sustain“ aus Oldenburg. Sie hilft – in Kooperation mit dem Handwerk – dabei, dass Jugendliche aus dem Ausland in Kontakt mit Ausbildungsbetrieben aus dem Nordwesten kommen und integriert werden. So wird beiden Seiten geholfen.

„Der Nordwesten wird international“, schreibt Initiator Torben Böhle. In diesen Tagen würden 66 Jugendliche aus Spanien, Kroatien, Italien und den Niederlanden im Rahmen des firmeneigenen Projekts „Azubi International“ in Betrieben aus Oldenburg und Umgebung eine berufliche Ausbildung beginnen.

Für PIA bewerben

Ab sofort können Unternehmen aus dem Nordwesten sowie Kooperationen von Betrieben und Institutionen sich um den „Preis für Innovative Ausbildung“ (PIA) der NWZ  bewerben. Dieser Wettbewerb, der längst eine regionale Plattform zum Austausch guter Ausbildungsansätze ist, geht 2016 bereits in die siebte Runde.

Neu ist 2016 ein Sonderpreis für Projekte mit Flüchtlingen – etwa im Bereich Berufsorientierung, Praktika, Ausbildung oder auch Ausbilderfortbildung und anderen Aspekten.

Mit PIA sollen Unternehmen gewürdigt werden, die in der Ausbildung mehr tun als das Übliche. Über alle Bewerbungen wird berichtet – so kann man als Betrieb über PIA an seinem Image als Ausbilder arbeiten. Zudem gibt es attraktive Preise. Am Ende des Wettbewerbs steht im November wie üblich eine feierliche Ehrung der Sieger.

Die Bewerbung ist denkbar einfach: Das konkrete Projekt auf einer Seite zusammenfassen, ein Foto mit Azubi-Motiv sowie ein Firmenlogo an die Mail anhängen – und senden an: pia@nwzmedien.de

  Beispiele und Bedingungen:  

  Beispiele und Bedingungen:  www.nwzonline.de/pia

Schon 2016 organisierten „bbf sustain“ aus Oldenburg und die Kreishandwerkerschaft Leer/Wittmund die Ausbildung von 55 Azubis aus dem Ausland. Und nun folgt die nächste Runde.

„Bereits vor knapp zehn Monaten wurden 66 junge Menschen von uns im Auftrag der regionalen Wirtschaft rekrutiert“, erläutert Böhle. „Insgesamt 24 Betriebe aus Handwerk, Industrie und Tourismus haben unser Angebot der Gewinnung von Nachwuchskräften im europäischen Ausland wahrgenommen. Von Januar bis Juni erwarben die ausgewählten Azubis erste Deutschkenntnisse in ihren Heimatländern. Es folgte ein fünfwöchiges Praktikum in den jeweiligen Betrieben.“

Ziel des Projektes sei es, die europäischen Jugendlichen während der gesamten Zeit zu begleiten, zu betreuen und sie dauerhaft zu echten „Fischköpfen“ zu machen. Die Begleitung könne dabei ganz unterschiedlich aussehen: Von Behördengängen über Versicherungs- und Bankangelegenheiten bis hin zu Mediationsaufgaben vor Ort – „oder einfach nur da sein, wenn das norddeutsche Wetter den Südeuropäern auf den Magen schlägt“, sagt Böhle. Insgesamt vier sogenannte „Feel Good Manager“ kümmern sich um die Belange und Schwierigkeiten, die entstehen, wenn man weit weg von zu Hause eine Ausbildung zu durchlaufen habe.

Es gehe darum, den jungen Menschen neben allen beruflichen Hürden auch über die Schwierigkeiten der sozialen Integration hinwegzuhelfen. Der Berufsnachwuchs soll sich wohl- und willkommen fühlen und dafür will man sich im Rahmen dieses Projekts einsetzten.

„Azubi International“ helfe gegen den wachsenden Fachkräftemangel. Und es sei Teil einer neuen Willkommenskultur. Der Bedarf sei so groß, dass man jetzt auch wieder für das neue Ausbildungsjahr 2017 junge Menschen aus Europa für eine Ausbildung in Betrieben aus Oldenburg und umzu begeistern wolle.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales über das Programm MobiPro-EU gefördert.

Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040

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EU | bbf sustain | Kreishandwerkerschaft | BMAS

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