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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Projekt: Jugendliche finden ihren Weg

20.11.2010

OLDENBURG Tim von Seggern aus Achternmeer (Kreis Oldenburg) hat sich entschieden. „Das hier“, sagt er auf die Frage, was ihm in den vergangenen zehn Tagen am besten gefallen hat – und zeigt auf Tischler-Arbeiten mit der Säge. Der 15-Jährige von der Haupt- und Realschule Everkamp in Wardenburg hatte im Berufsbildungszentrum (BBZ) der Handwerkskammer Oldenburg in einem von der Bundesregierung geförderten Berufsorientierungsprojekt drei Handwerkssparten ausprobiert. Am Ende kamen im Holzbereich bei ihm ein schmuckes Schachbrett und ein Stövchen heraus. Nach diesen Erfahrungen in der Werkstatt könnte der Schüler sich „vorstellen, in diesem Bereich nach der Schule etwas zu machen.“

Handwerk tut mehr

Genau so hatten sich die Initiatoren des Projektes das vorgestellt. Es werde bald deutlich weniger Bewerber im Handwerk geben, weiß Oldenburgs Handwerkskammer-Präsident Wilfried Müller und verweist auf den demografischen Wandel. Deshalb müsse man sich „verstärkt bemühen und in der Schule anfangen“. Vor allem gehe es darum, dass sich Jugendliche optimal beruflich orientierten. So werde später die Abbrecherquote in der Ausbildung reduziert, und die Jugendlichen lernten die Chancen des Handwerks kennen.

100 Schüler der 8. und 9. Klasse aus Wardenburg waren zehn Tage im BBZ der Handwerkskammer. Sie arbeiteten und experimentierten in drei von acht zur Auswahl stehenden Bereichen (Metall, Tischlerei, Maler, Lebensmittel, Kaufmännisch, Friseur, Raumausstatter, Elektro). In welchen – das wurde vorher bei einer mehrtägigen Potenzialanalyse bereits in der Schule ermittelt, wie Ausbilder Rüdiger Manke erläuterte. Dabei habe sich gezeigt, inwieweit Jugendliche für das Handwerk bzw. für spezielle Bereiche geeignet seien.

Die Praxiseinheit folgte dann im Berufsbildungszentrum, aber auch beim Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (bfe), der Friseurschule und der Fachschule der Raumausstatter (alle Oldenburg).

Auch Elektroberufe dabei

Das Projekt habe „richtig Spaß gemacht“, sagt der projektverantwortliche BBZ-Leiter Wilhelm Oevermann. Das gelte auch für Ausbilder und Schüler.

Viele Jugendliche könnten viel mehr, als man ihnen gemeinhin zutraue, betonte bfe-Direktor Thorsten Janßen. Sieben attraktive Berufe halte das Elektrohandwerk bereit. Darauf seien die Schüler nun aufmerksam geworden.

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Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt läuft bis Ende 2013 (mit 400 Schülern). Die zweite Projekt-Schule wird demnächst das Schulzentrum -Osternburg sein. Weitere aus der Region können sich bewerben.

Er sei sehr dankbar, dass seine Schüler die Möglichkeit zur Teilnahme hatten, meinte der Wardenburger Rektor Helmut Krasemann. Berufsorientierung sei für Schüler am besten möglich, indem sie etwas buchstäblich „begreifen“. Krasemann und die Partner lobten die  Potenzialanalyse bei den Schülern. Angeregt wurde in der Runde, die Zeit bis zum Schulabschluss zu nutzen, um dabei erkannte Defizite abzubauen. Auch könne man versuchen, Kontakte zwischen Betrieben und geeigneten Schülern herzustellen. Alle bekommen einen Abschlussbericht vom BBZ.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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