Rastede - Über die an der Lessingstraße neu eingerichtete Begegnungsstätte „MitEinAnder“ der Kreisvolkshochschule Ammerland (NWZ  berichtete) haben sich Mitglieder der Rasteder CDU-Ratsfraktion vor Ort informiert. Fraktionsvorsitzende Susanne Lamers und weitere Christdemokraten erfuhren von Winfried Krüger, dem Leiter der Kreisvolkshochschule, und Sozialarbeiterin Silke Kampermann mehr über das Arbeitsumfeld und die Ziele des Projektes, das am 1. Juni gestartet ist.

Silke Kampermann führte die Fraktionsmitglieder durch die renovierte Dreizimmerwohnung im Erdgeschoss des Hauses an der Lessingstraße 24, die auch einen geschützten Bereich für Kinder bietet. „Die Kreisvolkshochschule stellt den Kontakt zu den Bewohnern des Viertels her und bietet Raum für eine offene Beratung“, berichtet Susanne Lamers.

Ziel der Sozialarbeiterin sei es, feste Angebote zu unterbreiten und dabei auch Jugendliche einzubeziehen. Zur Umsetzung der vorhandenen und vielfältigen Ideen biete sich besonders das ehemalige Waschhaus an, das beispielsweise in Kooperation mit der Arbeitsloseninitiative Rastede eine Fahrradwerkstatt beherbergen könnte.

Darüber hinaus seien Kontakte zur Gemeindejugendpflege aufgenommen worden, um die Jugendarbeit zu intensivieren. „Als eine der ersten Maßnahmen möchte Silke Kampermann versuchen, Jugendliche zu begeistern, bei der Gestaltung des ehemaligen Waschraumes mitzuwirken“, berichtet Susanne Lamers.

Silke Kampermann informierte bei der Zusammenkunft weiter darüber, dass im Bereich der Lessingstraße Menschen mit 42 verschiedenen Nationalitäten leben, so dass eine sehr individuelle Arbeit erforderlich sei, um Hemmschwellen und gegenseitiges Misstrauen abzubauen.


Die Mitglieder der CDU-Fraktion erfuhren, dass die Kreisvolkshochschule in Verbindung mit der Ammerländer Wohnungsbaugesellschaft bereits 2013 einen Projektantrag gestellt, aber erst in diesem Frühjahr die Zusage vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erhalten habe. Das Projekt sei erst einmal für die nächsten drei Jahre finanziert. Die Kreisvolkshochschule sieht die Begegnungsstätte nicht in Konkurrenz zur vorhandenen ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit, sondern als eine bereichernde Ergänzung zur Willkommenskultur für Flüchtlinge in Rastede.