Bürgerfelde - Fußballfan mit Vorbildfunktion – so beschreibt Stadtjugendpfleger Klaus Kieckbusch seinen neuen Kollegen Frank Harloff. Seit November vergangenen Jahres ergänzt dieser das Team im Kinder- und Jugendbüro. Seine 36-Stunden-Stelle wird durch das vom Bund für drei Jahre geförderte Projekt „Amiko“ finanziert.
Jugendleiter ausbilden
Es richtet sich an Jugendliche mit Migrationshintergrund. „Wir möchten diese jungen Menschen darin stärken, Verantwortung zu übernehmen“, so Kieckbusch. Die Ausbildung zum Jugendleiter fungiert als Vehikel für sie, sich im Gemeinwesen zu engagieren. So helfen sie bei Ferienpassaktionen.
Zu Harloffs Aufgaben gehört auch der Kontakt zu Vereinen der Migrantenselbsthilfe. Für die Ausbildung zum Jugendleiter wirbt er beispielsweise bei dem Türkischen Sportverein (TSV).
Harloff hat in Bielefeld Soziologie studiert, in Osnabrück seinen Master in Internationaler Migration abgelegt. Ehrenamtlich engagierte er sich in der Flüchtlingssozialarbeit. Die Stelle bei der Stadt Oldenburg scheint sich nahtlos an den Lebenslauf des Sohnes eines ghanaischen Vaters anzuschließen.
Kieckbusch betont: „In diesem Projekt kann er seine Ressourcen einbringen.“ So ist Harloff beispielsweise ein großer BVB-Fan – seine Leidenschaft für den Sport bricht gerade an den Vorbereitungswochenenden für die Jugendleiterausbildung auch mal das Eis. Parallel dazu wird auch die Ausbildung von Jugendlotsen angeboten. 15 Jugendliche werden gerade auf ihre Tätigkeiten vorbereitet: Dazu gehört Biografiearbeit, der Besuch des Ausländerbüros und des Berufsinformationszentrums BIZ. „Unsere interkulturellen Jugendlotsen können dann selbst Kinder auf diese Angebote hinweisen; vielleicht gerade im Übergang zwischen Beruf und Schule den entscheidenden Hinweis geben“, so Frank Harloff.
Spontane Hilfen
Manchmal ergeben sich ganz konkrete Hilfen: „Als wir mit dem Vorsitzenden des Freundeskreises Sinti und Roma sprachen, erzählte er von einem Jugendlichen, der Unterstützung brauchte. Dann hat sich jemand von den Lotsen spontan bereiterklärt, ihm als Pate zu helfen“, berichtet Harloff.
