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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Touristik: Jugendreisen – und was daraus wurde

02.10.2014

Vechta Auf dem Firmengelände von Höffmann Reisen in Vechta rückten in diesen Wochen die Bagger an. Hinter der Zentrale in „Kamps Rieden“, idyllisch gelegen zwischen Pferdeweiden, wurden alte Pflasterungen hochgenommen, kleinere Gebäude abgerissen. „Hier entsteht ein 38-Meter-Anbau mit neuen Räumen für uns“, freut sich Prokurist und Juniorchef Andreas Höffmann (30). Es sei angesichts des Firmenwachstums doch ziemlich eng geworden.

Nun steht einer Fortsetzung dieser Erfolgsstory im oldenburgischen Reisesektor nichts mehr im Wege. Die Geschichte des von Hans Höffmann (61), einst Jugendpfleger in Vechta, gegründeten Reiseunternehmens ist gespickt mit neuen Ideen, die weiteres Wachstum einleiteten, immer mit besonderem Blick auf das Gemeinschaftsgefühl unter den Reisenden.

Auf der Spitzenposition

2013 waren rund 80 000 Menschen mit den eigenen Touren von Höffmann-Reisen unterwegs, schätzt der kaufmännische Gruppenleiter Markus Imbusch. Der Grundumsatz ohne vermittelte Reisen betrug mehr als 20 Millionen Euro. Das bedeutet eine Spitzenposition in der Region.

Höffmann-Reisen (rund 100 Beschäftigte) sind vielen vor allem bekannt durch die Jugendreisen – riesige Ferienlager im Mittelmeerraum, mit tausenden Jugendlichen, Dutzenden Bussen, eigenen Unterkünften und Betreuungspersonal vor Ort. Und Firmengründer Hans Höffmann als Seele des Ganzen oft selber mittendrin.

„Das ist auch weiterhin unser Kern“, sagt der Chef, der vor Jahrzehnten eine Festanstellung im Öffentlichen Dienstag aufgab, weil man ihm die Ausrichtung von Jugendlagern nebenbei unmöglich machte. Das war im Jahr 1987 der Startschuss für Höffmann-Reisen. „Seither ist noch einiges hinzugekommen, Schritt für Schritt“, sagt der Eigentümer heute.

Mit Schulen unterwegs

Da sind beispielsweise die Reisen mit ganzen Schulen oder mit Kirchengemeinden, irgendwohin, mit eigener mobiler Großküche, Sanitärbereich und weiterer Infrastruktur. In diesen Wochen fahren immer abwechselnd Andreas oder sein Bruder Martin (32) mit großen Gruppen nach Rom.

Da geht es dann – wie im September – schnell mal um 1000 Schüler eines Gymnasiums in Hildesheim, die gemeinsam in Gebäuden auf einem eigenen Trakt eines stadtnahen Campingplatzes untergebracht werden. Gleich anschließend die nächste Schule, aus Coesfeld. So geht das im Prinzip von März bis November. Vor Ort in Rom ist Hans Höffmann wochenlang persönlich zu finden.

Rom und Hans Höffmann – das ist eine Extra-Geschichte. Unzählige Andenken, aber auch Geschenke und Fotos in der Firmenzentrale zeugen von den engen Beziehungen zu mehreren Päpsten, besonders zu Johannes Paul II. Davon profitierten schon viele Reisende, etwa bei exklusiven Besuchen des Vatikans.

Rom ist auch ein gängiges Ziel des „normalen“ Reiseveranstalters Höffmann. Irgendwann hatte man sich dort die Frage gestellt: Warum nicht auch Reisen für Erwachsene? Warum nicht sogar zu fernen Kontinenten? Kataloge zeigen heute viele Ziele in der Umgebung, in ganz Europa, Australien, dem südlichen Afrika und Nordamerika an. „Unter den Reisenden sind viele, die schon als Jugendliche in unseren Ferienlagern dabei waren“, sagt Andreas Höffmann. Die Firma profitiere sehr von Mund-zu-Mund-Empfehlungen.

Eigene Akademie

Das gilt auch für manchen Betreuer, der sich umfassend zum Reiseleiter entwickelte. Bald wird es sogar eine eigene Akademie dafür geben. Auch hier soll im Mittelpunkt stehen: Die Seele des Unternehmens, Gemeinschaftsgefühl und Qualität.

Immer umfangreicher wurde auch der eigene Fahrzeugpark, mit mobilen Großküchen, Kühl- und Sanitäranlagen, Stromwagen, Zelten. Die kann man auch mieten, als „Catering“. Einmal hat es sogar die Bundeswehr bei einer Übung getan. Längst hat Höffmann nach eigenen Schätzungen mehr als eine Million Mahlzeiten angerichtet.

Schon früh wurden auch eigene Busse angeschafft, die oft wochenlang vor Ort sind, heute sind es 18, die zum Teil sogar mit W-Lan ausgestattet sind, sagt Andreas Höffmann, der den Busführerschein hat und sich so auch selbst ans Steuer setzen kann.

Zuweilen sind alle Busse in derselben Richtung unterwegs. Höffmann nutzt die Fähigkeit, große Gruppen gemeinsam bewegen und unterbringen zu können, seit 2009 auch für einen Firmendienst: Unternehmen gehen mit der ganzen Belegschaft auf die Reise. So etwas, sagt Andreas Höffmann, sei extrem gut für das Zusammenwachsen und die allgemeine Motivation – und es öffne die Augen für neue Eindrücke.

Offen für Neues

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Und wie geht es weiter? „Wir sind sehr offen. Wir nehmen gern neue Herausforderungen an, rund um unsere Kernkompetenzen herum. Das war schon immer so“, sagt Hans Höffmann.

Derweil sind in der Zentrale an „Kamps Rieden“ in Vechta längst die Planungen für große Sommercamps 2015 etwa in Spanien oder Kroatien in Arbeit. Und man denkt schon an 2016, an den Weltjugendtag im polnischen Krakau. Dann sollen noch mehr Menschen mit auf Reisen gehen als bei der jüngsten Messdienerfahrt nach Rom. Und da kamen mehr als 2500 mit.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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