Hude - „Jetzt sollten alle vielleicht zwei oder drei Schritte nach hinten machen“, warnte Claus Dießelberg vor. Der stellvertretende Jugendleiter des Rassekaninchenzüchter-Kreisverbandes Nord-Oldenburg ging zwei lange Schritte zum Ende des Sprungbretts, nahm einmal kräftig Schwung und drehte sich im Sprung gekonnt um 180 Grad, so dass er mit Hüfte und Rücken auf der Wasseroberfläche aufkam und das Wasser mindestens drei Meter in die Höhe spritzen ließ. „So geht das“, rief er, als er an der Oberfläche wieder auftauchte.
Zum zweiten Mal hatte der schwimmbegeisterte Kaninchenzüchter die Jugendgruppen des Kreisverbandes zum „Arschbomben“-Wettbewerb im Hallenbad Hude aufgerufen. Auch Titelverteidigerin Marie Reinicke war mit von der Partie. Bei der außergewöhnlichen Meisterschaft gehe es nicht um die lautesten und nassesten „Arschbomben“, sondern um die beste Technik, erklärte Dießelberg. So habe die letztmalige Gewinnerin Marie es geschafft, ohne Anlauf für eine imposante Fontäne zu sorgen. „Jede Arschbombe aus dem Stand bekommt zehn Punkte, Arschbomben mit Anlauf Punktabzug“, erläuterte Dießelberg sein Bewertungssystem. Gemeinsam mit Jugendleiterin Melanie Kleber bewertete der Jugendleiter die Ergebnisse seiner Schützlinge.
Den Wettbewerb gewannen die elfjährige Marie Kleber in der jüngeren Klasse (bis elf Jahre) und der 16-jährige Maurice Hoffmeyer in der älteren Klasse (11 bis 16 Jahre). Bis 15 Uhr konnten die Teilnehmer ihr Können beweisen, bis es anschließend in das Vereinsheim der Kaninchenzüchtervereins I 104 in Hude ging, um sich nach der sportlichen Betätigung ausgiebig zu stärken.
