Bühren - Offenheit und Transparenz wünschen sich die Vertreter der „Junglandwirte Niedersachsen“ im Bezug auf die aktuellen Fragen zu den Themen Landwirtschaft und Tierhaltung. Daher veranstaltet der „Agrarsoziale Arbeitskreis der Katholischen Landjugendbewegung im Landesverband Oldenburg“ (ASAK) am 24. Februar in der Cloppenburger Stadthalle gemeinsam mit den Junglandwirten Vechta den diesjährigen Junglandwirtetag, der unter dem Thema „Junglandwirte fordern den Dialog“ steht.

Auf dem Hof von Matthias Witte in Bühren machten die jungen Landwirte am Donnerstag deutlich, dass sie offensiv gegen das oft negative Image der modernen Landwirtschaft angehen möchten. Witte lud sie zu einem Rundgang über den Hof mit rund 1600 Ferkelaufzuchtplätzen und 3200 Mastplätzen ein. „Unsere Ziele sind, durch ressourcenschonende, moderne Techniken hohe Erträge im Pflanzenbau zu erwirtschaften und durch Auswertung und Analyse eine leistungsfähige und tiergerechte Schweinehaltung zu betreiben“, betonte Witte, der den Hof in der dritten Generation gemeinsam mit seinem Vater führt.

„Wir sind bereit, in den Dialog mit der Gesellschaft zu treten. Wir Landwirte stehen oft in der Kritik und fordern daher einen aktiven und offenen Dialog. Außerdem laden wir alle Interessierten ein, uns auf unseren Höfen zu besuchen“, betonte Matthias Teepker vom Vorstand der Junglandwirte Niedersachsen und forderte alle Landwirte auf, aktiv das Gespräch mit der Bevölkerung und den Kritikern der modernen Landwirtschaft zu suchen.

„Viele Kinder – auch hier auf dem Land – wissen heute nicht mehr, wo die Milch herkommt und haben noch nie eine Kuh gestreichelt oder einen Stall von innen gesehen“, so Julius Ellmann, vom Vorstand der Junglandwirte Vechta. Aus diesem Grund lädt er Schulen und Kindergärten zu sich auf den elterlichen Betrieb in Bakum ein. Auch andere Interessierte seien herzlich willkommen und könnten sich gerne über die landwirtschaftliche Arbeit und die Tierhaltung vor Ort informieren, betonte er.

Auf dem Junglandwirtetag werden neben Werner Schwarz, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, und Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstitutes für Risikoforschung, auch die Junglandwirte Jana Eilers aus dem Landkreis Oldenburg und Julius Ellmann über die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit in ihrem Betrieb sprechen.