Cloppenburg - Eine Liste mit 531 Unterschriften von Menschen aus der Stadt Cloppenburg, die sich gegen die Ausbeutung von Arbeitskräften in der hiesigen Region wenden, hat der Vorsitzende der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Cloppenburg, Peter Bührmann an die stellvertretende KAB-Landesverbandsvorsitzende Ursula Ellers aus Cloppenburg und an die Vorsitzende des Netzwerkes für Menschenwürde in der Arbeitswelt (Mida), Audra Brinkhus-Saltys aus Bakum, überreicht. Die Liste soll später an die zuständigen Politiker weitergeleitet werden.
Mida ist ein Zusammenschluss von 14 regionalweit agierenden Organisationen aus Kirche, Gewerkschaften, Politik und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Um einen gerechten Umgang mit Arbeitnehmern sicherzustellen, fordert das Netzwerk mit Nachdruck einen gesetzlichen und tarifverträglichen Mindestlohn, eine Veränderung beim Einsatz von Leiharbeit, eine Begrenzung von Werkvertragarbeit und die Festlegung von Standards für Unterkünfte von Werkvertragsarbeitern.
Der Zusammenschluss der 14 Organisationen prangert in einem Flyer den menschenverachtenden Umgang mit vielen Werkvertragsarbeitern an. „Der soziale und gerechte Gedanke, der unsere Region lange geprägt und groß gemacht hat, muss wieder aufleben. Christlich-soziale Werte müssen auch im Arbeitsleben Anwendung finden, denn die Würde des Menschen ist unantastbar“, heißt es in der Broschüre.
„Wir haben den Pfeil abgeschossen, er fliegt in die erforderliche Richtung, aber er hat sein Ziel noch nicht erreicht“, umschreibt der KAB-Stadtvorsitzende Bührmann den gegenwärtigen Stand der Bemühungen des Netzwerkes. Man werde aber weiterhin die Finger in die Wunden der Arbeitnehmerschaft legen, bis sich hier eine positive Veränderung vollziehe. Das Netzwerk berät Interessierte immer sonnabends, 15 bis 17 Uhr, im Forum der Kirchengemeinde St. Andreas, an der Sevelter Straße in Cloppenburg.
