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Kälte und Milben setzen Bienen zu

BENJAMIN KLEEMANN

Frage:

Herr Ennen, in diesen Tagen beginnt die HonigErnte. Hat das kalte Frühjahr den Bienen geschadet?

Ennen:

Zumindest sind die Bienen wegen der niedrigen Temperaturen lange nicht in Schwung gekommen. Deshalb haben sich die meisten Bienen-Völker erst sehr spät gut entwickelt. Außerdem setzt ihnen die Varroa-Milbe stark zu. Der Parasit haftet wie ein Blutegel an den Bienen und schädigt zudem die Brut. Insgesamt haben wir deshalb seit dem vergangenen Jahr in Niedersachsen knapp 20 Prozent der Bienen-Völker verloren.

Frage:

Welche Auswirkungen erwarten Sie?

Frage:

Im Vergleich zu anderen Bundesländern stehen wir immer noch gut da. Die Honig-Ernte wird jedoch in diesem Jahr wohl mäßiger ausfallen. Noch wichtiger ist aber, dass wir die Bestäubung der Blüten durch die Bienen flächendeckend sicherstellen. Denn etwa 75 Prozent aller Blütenbesucher sind Bienen. Und die Bestäubung ist nicht nur wichtig für gute Erträge, sondern auch für die Qualität der Früchte.

Die Imker sind deshalb bei den Obstbauern gern gesehen. Viele bringen ihre Bienen gleich auf mehrere Obstplantagen.

Frage:

Gibt es Möglichkeiten, das Bienen-Sterben einzudämmen?

Ennen:

Man kann

zielgerichtet gegen die Varroa-Milbe vorgehen. Da sie sich in erster Linie in der Drohnen-Brut festsetzt, sollte diese entfernt und vernichtet werden. Außerdem empfiehlt sich, die Bienen mit Ameisensäure zu behandeln. Ganz wichtig ist auch der Aufbau von neuen Völkern.

Thema: Bienen-Sterben

Redelf Ennen, 1. Vorsitzender des

Landesverbandes Der Imker Weser-Ems

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