Wildeshausen - Anfang der Woche stellte die CDU einen Antrag. Statt sozialem Wohnungsbau könnte doch der Bauhof am Lehmkuhlenweg angesiedelt werden. Was zunächst wie ein Verhinderungsargument gegen die Baupläne klang, bekommt nun einen neuen Hintergrund.
Nach NWZ -Informationen fand bereits im Juli im Stadthaus ein vertrauliches Gespräch statt. Ein Vertreter von Gut Spascher Sand bekundete Interesse am Kauf des Bauhofgeländes. Doch bisher war dies in den (öffentlichen) Gremien kein Thema. Auch die Frage, wohin man den Bauhof verlagern könnte, wurde politisch noch nicht diskutiert.
Die CDU hatte in ihrem Antrag auch angeregt, am jetzigen Bauhof-Standort könnten Flüchtlingsunterkünfte geschaffen werden. Das benachbarte Ressort Spascher Sand dürfte jedoch andere Pläne haben. „Noch ist nichts spruchreif“, sagte Geschäftsführer Ingo Stritter auf NWZ-Anfrage. Generell beobachte man die Umgebung aber immer sehr genau und schaue, wie man die Entwicklung des Ressorts und Wildeshausens voranbringen könnte.
Bauhofleiter Jörg Kramer mochte gegenüber der NWZ keine Stellung zum CDU-Antrag nehmen. Es sollten zunächst die weiteren politischen Beratungen abgewartet werden.
Der städtische Bauhof ist eigentlich gut aufgestellt. Allerdings müsste der Sozialtrakt erweitert werden. Ob die Fläche am Lehmkuhlenweg ausreichend groß ist, gerade was die Anlieferung großer Mengen Schotter etc. betrifft, darf bezweifelt werden.
Fakt ist: Obwohl es ein konkretes Projekt für den Bau von 100 bis 150 günstigen (sozial geförderten) Mietwohnungen am Lehmkuhlenweg gab, sagte die Stadt überraschend dem Investor GSG ab. Dabei hatte es im letzten Stadtentwicklungsausschuss noch großen Beifall für die Pläne gegeben.
