Ammerland - Noch bis zum 5. Februar läuft die Einspruchsfrist für die Genehmigung des geplanten Windparks am Kammersand, doch rund 200 Bäume wurden für das Projekt bereits gefällt. Das kritisiert die Bürgerinitiative (BI) Lohorst/Wittenberge/Rothenmethen/Kammersand und spricht von einem „skrupellosen Kahlschlag“. Gefällt worden seien vor allem dickstämmige Eichen, riesige Silberpappelen mit einem Stammumfang von über vier Metern sowie eine Erlenreihe. Die beidseitigen Baumreihen am Kammersand seien auf mehrere hundert Meter im Bereich der geplanten Zufahren zu den Windkraftanlagen komplett entfernt worden.
Der Geschäftsführer der Windpark Harkebrügge Planungsgesellschaft, Christoph Raming, bestätigt die Baumfällarbeiten, die Zahl der gefällten Bäume sei aber zu hoch gegriffen. Man wolle entsprechende Ausgleichsflächen schaffen, sobald die Witterung es zulasse. „Im Grunde ist da nichts passiert, was nicht genehmigt wurde.“
Die Bäume seien gefällt worden, um die Zufahrt zu den Stellflächen der Anlagen zu gewährleisten. Drei längere Zufahrten und zwei, die direkt an der Straße Kammersand angrenzen, seien geplant. „Wir werden mit Sicherheit keinen Baum zu viel wegschneiden“, so Raming. Auch mit Straßenausbaumaßnahmen habe man begonnen. „Solange wir weiterbauen dürfen, bauen wir weiter.“
Die BI hat über ihren Anwalt Widerspruch gegen die Genehmigung des geplanten Windparks beim Kreis Cloppenburg eingereicht.
