KAMERN - Wenn am 4. Oktober bundesweit rund 1000 Pferdeställe ihre Türen öffnen werden, ist auch Carsten Spradau mit dabei. In Kamern betreibt die Familie seit vielen Jahren eine Pferdezucht, bildet den Nachwuchs selber aus und bietet darüber hinaus Pensionstieren einen Platz. Was das Leben mit Pferden mit sich bringt, das will die Familie einem breiten Publikum am ersten Sonntag im Oktober zeigen. Unter dem Motto „Komm zum Pferd“ hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) zu dem Tag der offenen Stalltür aufgerufen.

„Es wird ein Ausflug in die Erlebniswelt Pferd“, meint Carsten Spradau. „Für alle, die sich bisher noch nicht getraut haben, mit dem Partner Pferd auf Tuchfühlung zu gehen. Für alle, die einfach noch keine Gelegenheit hatten, sich diesen etwas größeren Haustieren zu nähern. Und für alle, die den Pferden schon ganz nah waren, sie in den vergangenen Jahren aber aus den Augen verloren haben.“

Für den Hof sei es „eine absolute Premiere“, so Carsten Spradau. Gut 20 Pferde leben derzeit in Kamern. Besucher können sich am 4. Oktober auch ein Bild von der Arbeit machen, die mit der Zucht, Pflege und Ausbildung der Tiere verbunden ist. Carsten Spradau nennt nur ein kleines Beispiel: „Wir benötigen rund 400 Rundballen Stroh pro Jahr.“ Und die stamme, um eine konstante Qualität gewährleisten zu können, wie die Silage und das Heu auch, aus eigener Produktion.

Ab 10 Uhr haben Erwachsene wie Kinder vor allem aber die Möglichkeit, die Ponys unter Anleitung zu putzen und zu reiten. Besucher können zudem Hufschmied Hartmut Logemann bei der Arbeit zusehen und sich von ihm den Sinn der Hufeisen erklären lassen. Und auch die Nachzucht des Hofes wird vorgestellt. Auch eine kleine Ausstellung von Produkten rund ums Thema Pferd ist geplant. Mit dabei ist auch eine Voltigiergruppe des befreundeten Reitervereins Grüppenbühren. Der bringt auch die erfolgreiche Dressur-Männermannschaft mit.