KAMPERFEHN - In ihrer Forderung nach einem Radweg an der Kreisstraße 296 von Scharrel nach Kamperfehn erhalten die Anwohner des Scharreler Damms volle Unterstützung von Einwohnern aus Kamperfehn und Reekenfeld. Auf einer Informationsveranstaltung des Ortsvereins Kamperfehn im Fehnhus unterstrichen die Teilnehmer ihre Solidarität mit den Saterländern.
„Wir wollen die Anwohner dort mit ihrem Problem nicht im Regen stehen lassen. Auch wir unterstützen das Ansinnen der Scharreler nach der Forderung eines Radweges an ihrer Straße und damit die Realisierung einer durchgängigen Radfahrroute vom Ammerland in das Saterland“, sagte Ludger Holzenkamp, Vorsitzender des Ortsvereins Kamperfehn.
Nicht nur aus Gründen der Verkehrssicherheit, sondern auch aus touristischer Sicht verbessere ein durchgehender Radweg von Friesoythe über Scharrel und Barßel ins Ammerland den Naherholungswert dieser Region immens, so der Reekenfelder Franz Beuing. „Dieses Teilstück an der K 293 würde viele Radrundrouten im Naherholungsbereich ermöglichen“, war sich die Kamperfehnerin Edith Sassen sicher.
Die Kamperfehnerin Petra Schütte unterstützt auch zum Wohl der Verkehrssicherheit der Kinder und anderer schwächerer Verkehrsteilnehmer den Radwegebau am Scharreler Damm und zeigte wenig Verständnis für die Ignoranz von Politikern und Behörden angesichts der gegenwärtigen Verkehrssituation entlang der Straße. Auch Radfahrer aus dem Ammerland seien immer wieder erstaunt, dass es keinen direkt weiterführenden Radweg in Richtung Westen gebe.
Kaum ein Radfahrer würde sich trauen, den Scharreler Damm im Bereich Scharrel zu befahren. So hätte eine Verkehrszählung am Nachmittag von Anwohnern des Scharreler Damms ergeben, dass zwar 245 Autos und vier Trecker die Straße benutzt hätten, aber nur ein mutiger Radfahrer.
Seit mehr als 20 Jahren würden sich die Anwohner bereits dafür engagieren, dass entlang der Straße ein Radweg gebaut wird. Selbst einen Teil ihrer Grundstücke hätten sie für den Wegebau an die Gemeinde verkauft. Passiert ist seitdem nichts.
„Es darf hier nicht am Geld oder an Zuschüssen scheitern. Die Gemeinde Saterland, die Stadt Friesoythe, der Landkreis und das Land Niedersachsen sind gefordert, schnellstens hier etwas zu unternehmen“, so Edith Sassen.
