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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Warenhäuser: Karstadt-Besitzer will Kaufhof eintüten

03.11.2011

DüSSELDORF Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen will mit einer Übernahme des Konkurrenten Galeria Kaufhof eine gemeinsame Warenhaus-Kette schmieden. Am Mittwoch bestätigte der größte deutsche Handelskonzern Metro, dass der Unternehmer ein Angebot für die Tochter vorgelegt habe. Mit einem möglichen Zusammenschluss von Karstadt und Kaufhof käme die Bildung einer „Deutschen Warenhaus AG“ erneut auf die Tagesordnung.

Ziel sei es, Kaufhof und Karstadt unter einem Dach zu vereinen, hieß es aus Verhandlungskreisen. Allerdings ist Berggruen nicht der einzige Interessent: Ein Metro-Sprecher bestätigte, dass die österreichische Immobilienfirma Signa, hinter der der griechische Reeder und Milliardär George Economou stehen soll, ein Angebot für die Warenhaus-Vertriebsschiene abgegeben habe. An der Börse reagierten die Anleger erfreut auf die Neuigkeiten: Die Aktie lag am frühen Abend mit mehr als zwei Prozent deutlich im Plus.

Mit beiden Interessenten würden Sondierungsgespräche, aber keine Verhandlungen geführt. Es lägen seriöse Angebote vor und die würden nun geprüft, hieß es. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ über eine Offerte von Signa in Höhe von mindestens 2,4 Milliarden Euro berichtet.

Ein Berggruen-Sprecher wollte sich zu einem möglichen Angebot für Galeria Kaufhof nicht äußern. Er sagte am Mittwoch, Berggruen habe das Investment bei Karstadt immer als langfristig angesehen. „Wir glauben an das Geschäftsmodell Warenhaus.“ Berggruen hatte die insolvente Kette mit insgesamt 115 Häusern in Deutschland im vergangenen Jahr nach einer monatelangen Zitterpartie übernommen. Der Kaufhof ist an knapp 140 Standorten vertreten.

Ein Sprecher der Dienstleistungsgewerkschaft „Verdi“ äußerte sich dagegen kritisch zu diesen Überlegungen: „Unsere Skepsis gegenüber einer deutschen Warenhaus AG ist seit langem bekannt“, sagte der Sprecher und wies auf mögliche Auswirkungen eines solchen Plans auf die Arbeitsplätze hin.

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Der Aufsichtsrat der Metro wollte am Nachmittag in Düsseldorf zusammenkommen. Nach Angaben von „Verdi“ gab es für die Sitzung des Kontrollgremiums aber keine Vorlagen zum Thema Verkauf. Die Gewerkschaft ist auf Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat vertreten. Am Donnerstag legt der scheidende Konzernchef Eckhard Cordes die Geschäftszahlen für die ersten neun Monate vor.

Wie es aus Metro-Unternehmenskreisen weiter hieß, hat Berggruen für das operative Geschäft von Galeria Kaufhof alleine und für die Immobilien mit anderen Investoren Offerten abgegeben. Jeder zweite Standort des Warenhauses, das seit 1986 mehrheitlich zum Metro-Konzern gehört, befindet sich im eigenen Besitz. Mit einer Trennung von Immobilien und operativem Geschäft sei Me-tro immer sehr vorsichtig gewesen und es sei fraglich, ob sie sinnvoll sei, hieß es weiter.

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