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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Karussells drehen sich weiter

25.01.2017

Koblenz /Im Nordwesten Angesichts der gestiegenen Terrorgefahr warnt der Bundesverband Deutscher Schausteller und Marktkaufleute (BSM) vor überzogenen Sicherheitsvorkehrungen. „Wir können Volksfeste nicht zu Hochsicherheitsbereichen umformen“, sagte BSM-Präsident Hans-Peter Arens am Dienstag beim 37. Bundesverbandstag in Koblenz. Für zusätzliche Absperrungen und Bewachungen von Festen und Märkten müsse zudem die öffentliche Hand aufkommen.

Arens betonte, anders als zu RAF-Zeiten hätten Terroristen keine bestimmten Ziele mehr im Auge. „Es muss aus den Köpfen der Menschen raus, dass sie speziell auf Volksfesten in einem gefährlichen Bereich wären.“ Terroristen könnten heute überall zuschlagen.

Laut BSM erlebte das Oktoberfest in München 2016 nach dem Amoklauf in der bayerischen Metropole einen Umsatzverlust von rund 30 Prozent. Der Frankfurter Weihnachtsmarkt habe wohl wegen der Terrorangst ein Umsatzminus von etwa 20 Prozent hinnehmen müssen. Vereinzelt seien 2016 auch Feste wegen zu hoher Sicherheitsauflagen abgesagt worden.

Insgesamt sprach der BSM indessen von einer guten Volksfestsaison 2016. Allerdings gebe es Verschiebungen: Weihnachtsmärkte erlebten seit den neunziger Jahren einen enormen Aufschwung, kleinere Volksfeste um Ostern, Fronleichnam und Pfingsten hätten dagegen häufiger das Nachsehen angesichts des Trends zum Kurzurlaub.

Helmut Mondorf, unter anderem Sprecher des zum Deutschen Schaustellerbund (DSB) gehörenden Oldenburger Schaustellerverbandes, berichtete auf Nachfrage dieser Zeitung „von einem guten Jahr 2016“ im Nordwesten – etwa was die Besucherzahlen beim Oldenburger Kramermarkt, dem Stoppelmarkt in Vechta und dem Gallimarkt in Leer betrifft. Der Terror habe keine finanziellen Auswirkungen gehabt, erklärte er.

Auch der DSB beschäftige sich mit Schutzmaßnahmen vor Terror. „Eine hundertprozentige Sicherheit wird es aber nie geben“, sagte Mondorf. Trotz Sicherheitsvorkehrungen, „die natürlich auch Geld kosten, müssen Volksfeste für die Besucher aber bezahlbar bleiben“, sagte er.

Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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