Bad Vilbel - Der Betriebsrat des Bad Vilbeler Arzneimittelherstellers Stada hat am Dienstag das Scheitern der milliardenschweren Übernahme durch die Finanzinvestoren Bain und Cinven begrüßt. „Wir sind davon überzeugt, dass Stada unter eigener Führung auch in Zukunft erfolgreich sein wird“, teilte die Mitarbeitervertretung in einer gesonderten Stellungnahme am Dienstag in Bad Vilbel mit. Stada ist durch viele Arzneimittel (Grippostad) bekannt.

Der geplante Verkauf des hessischen MDax-Konzerns an die Beteiligungsgesellschaften war nur knapp gescheitert. Wie am Vorabend bekannt geworden war, hatten 65,52 Prozent der Stada-Aktionäre bis Fristende am vergangenen Donnerstag die Kaufofferte der Beteiligungsgesellschaften angenommen – die erforderliche Mindestannahmeschwelle hatte bei 67,5 Prozent gelegen.

Probleme, die Anteilseigner zu überzeugen, hatten sich bereits abgezeichnet. So mussten die Finanzinvestoren jüngst die Annahmeschwelle für ihr 5,3 Milliarden Euro schweres Angebot senken und den Stada-Aktionären eine verlängerte Frist einräumen.