Cloppenburg - Die Wirtschaftsgemeinschaft Cloppenburg geht in die Offensive: Im engen Schulterschluss mit Verwaltung und Politik will der Zusammenschluss gemeinsam mit der CM Cloppenburg Marketing ein Aktionsprogramm an den Start bringen, um „dem schleichenden Tod unserer Stadt“ entgegenzuwirken.
„Die Situation ist ernst“, stellt der Vorstand der Wirtschaftsgemeinschaft – Heinz-Josef Schröder und Rick Schouten, Bernd Höne, Udo Schene, Simone Schrandt-Schlüter und Ludger Bückmann – klar. „Der Wettbewerb ist größer denn je. Vergleichbare Städte haben bereits große Probleme mit ausgedehntem Leerstand.“ Um das zu verhindern, sollen nun Maßnahmen ergriffen werden, die zielgerichtet Frequenz schaffen, die Profilierung der Stadt schärfen und „mittelfristig die Werthaltigkeit sichern“, so der Vorstand. Das sei ein sehr ambitioniertes Ziel. „Jedoch ist visionäres Denken zumindest der Einstieg, um das erklärte Ziel – das Überleben – anzugehen. Provokant gesagt, aber letztlich vollends zutreffend gilt das Motto des Gründers des Modehauses Adler aus einer Kampagne zum Börsengang des Unternehmens: Wo die Ärsche sich reiben, da rollt der Rubel – und das soll auch in Cloppenburg das erklärte Ziel sein!“
Wie genau der Rubel zum Rollen gebracht werden soll und der Aktionsplan aussieht, ist noch unklar. Die Ideen sollen erstmals bei einer außerordentlichen Versammlung am Montag, 7. September, um 18.45 Uhr im Restaurant Fleming an der Mühlenstraße vorgestellt werden. Ein Treffen, zu dem nicht nur Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft, sondern alle Interessierten aus Cloppenburg willkommen sind.
„Wenn man durch die Innenstadt geht, dann sieht man, dass es immer mehr Leerstände gibt“, bedauert Ines Hansemann, City- und Eventmanagerin bei der CM Cloppenburg Marketing. Cloppenburg habe auch das große Problem, nicht wie Shoppingcenter agieren zu können, die den Innenstädten große Konkurrenz machten.
Ein halbes Jahr hat eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Kaufmannschaft nun an dem Aktionsplan gearbeitet. Einmal in der Woche wurden Vorhaben besprochen. Ob die Ideen auf Zustimmung stoßen und schlussendlich Erfolg bringen, wird sich zeigen. Der Vorstand der Wirtschaftsgemeinschaft jedenfalls hofft auf Unterstützung. „Schließlich geht es um unsere Stadt.“
