Hannover - An der Mehrheit der Firmen in Niedersachsen ist die Einführung des Mindestlohns spurlos vorübergezogen. „Über die Hälfte der Unternehmen spürt derzeit noch keine Auswirkungen des Mindestlohngesetzes“, teilten die Niedersächsischen Industrie- und Handelskammern (NIHK) am Dienstag mit. Die Kammern hatte 1600 Firmen befragt. 87 Prozent hätten bereits 2014 mehr als den Mindestlohn bezahlt.

Dennoch klagt demnach jedes dritte Unternehmen über einen höheren Bürokratieaufwand, der auch durch den Nachweis des Mindestlohns entsteht. „Der „Papierkrieg“ nimmt also für viele Unternehmen zu, obwohl sie eigentlich gar nicht betroffen wären“, monierten die Kammern. Das betreffe vor allem die kleinen und mittleren Firmen.