Cloppenburg - „Ausgleich- und Ersatzmaßnahmen als Mittel zur Landschaftsgestaltung“ heißt ein Tagesseminar, das die Jägerschaften Cloppenburg und Vechta am Sonnabend, 16. Februar, 9 Uhr, im Umweltzentrum Stapelfeld veranstalten. „Wir wollen Jäger und andere Naturschützer, Kommunalpolitiker und Grundbesitzer erneut an einen Tisch bringen“, erklären die Naturschutzobleute der Jägerschaft Cloppenburg, Hermann Wreesmann, und Vechta, Franz Scherbring.

Im Oldenburger Münsterland herrscht rege Bautätigkeit. Die Kehrseite ist der enorm gestiegene Landschaftsverbrauch durch Überbauung, Bodenversiegelung und Zerschneidung. Weit über zehn Prozent der Kreisfläche sind durch Siedlungen und Verkehrseinrichtungen überbaut. Weitere Projekte mit erheblichem Landschaftsverbrauch sind in Planung. Flächen für die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zu finden, wird im landwirtschaftlich intensiv genutzten Oldenburger Münsterland aber immer schwieriger.

Das Seminar soll aufzeigen, wie die Eingriffsregelung praktisch funktioniert und welche Möglichkeiten es gibt, Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen sinnvoll umzusetzen.

Diplomgeograf Heinz Kosanke von der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises erläutert die fachlichen und rechtlichen Grundlagen. Hermann Hasemann aus Bramsche stellt seinen Hof vor, der naturschutzfachliche Dienstleistungen für Ausgleichs- und Ersatzflächen anbietet und umsetzt. Wolfgang Ganser von der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft aus Münster zeigt Beispiele, wie Ausgleichsmaßnahmen in die laufende landwirtschaftliche Produktion integriert werden können. Ludger Pott von der Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland erläutert die Möglichkeiten einer Naturschutzstiftung.

Weitere Infos bei Hermann Wreesmann ( t   0 44 91/ 17 05) oder Franz Scherbring ( t   0 44 42/ 58 31). Anmeldungen beim Umweltzentrum unter t   0 44 71/1 88-11 25.