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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Weser-Ems-Verband: Wetterkapriolen prägen Baumschul-Jahr

08.12.2017

Kayhauserfeld In den Baumschulen des Nordwestens redet man naturgemäß oft über das Wetter – aber in diesem Jahr besonders viel. Das wurde am Donnerstag bei der Jahresversammlung des Weser-Ems-Verbandes im Bund deutscher Baumschulen (BdB) in Kayhauserfeld (Ammerland) deutlich.

Im Frühjahr seien viele Betriebe nach schon fast sommerlichen Verhältnissen von langem, scharfem Frost getroffen worden, berichtete der Vorsitzende Renke zur Mühlen. Das habe einen Einbruch im Verkauf nach sich gezogen. Nach guten Umsätzen im Sommer litt die Branche dann unter Regen – eigentlich bis heute. „Das war einfach zu dunkel und zu nass“, konstatierte zur Mühlen vor Baumschul-Unternehmern und Repräsentanten der Region.

Trotz der besonders ausgeprägten Wetter-Kapriolen kommen viele Betriebe aber offenbar gut zurecht. Der im Herbst übliche Versand sei bei den Baumschulen „bisher sehr gut“ gelaufen. Nur zuletzt seien etwa Baustellen (als typische Ziele) zu nass geworden, was den aktuellen Bedarf beeinträchtigte.

Im Bereich „Pflanzen für den Privatverkauf“ sei nicht mehr alles in ausreichender Menge verfügbar, erläuterte zur Mühlen in seinem Jahresrückblick. Daher seien nach dem guten Verkauf im Frühjahr moderate Preiserhöhungen akzeptiert worden, insbesondere für passende Qualität und Menge zur richtigen Verkaufszeit. „Besondere Renner“ seien in diesem Jahr „Gräser in starken Qualitäten und blühende Pflanzen für Balkon und Terrasse“ gewesen, sagte zur Mühlen, ein Trend der letzten Jahre für entsprechende Ausgaben der Verbraucher habe sich bestätigt. Und so seien von Juni bis August insgesamt „gute Umsätze gemacht“ worden. Der Oktober habe dann „nicht mehr überzeugt“.

Bei Lieferungen für den Garten- und Landschaftsbau seien sogar „einzelne Baumarten extrem knapp“, berichtete der Weser-Ems-Vorsitzende. Sie könnten sich trotz des Preisdrucks im Garten- und Landschaftsbau im Preis behaupten.

Der Hauptgeschäftsführer des Bundes Deutscher Baumschulen, Markus Guhl, lobte als Gast die Betriebe in Weser-Ems. „Ihre Stärke hier ist ein wirklich guter Cluster“, sagte er. Dazu gehörten viele gute Baumschulen und ein Netz aus Institutionen wie Landwirtschaftskammer und Gartenbau-Versuchsanstalt. Sie begriffen sich alle als Teile, die bei Bedarf gemeinsam an einem Strang zögen.

Der Hauptgeschäftsführer mahnte aber auch: Baumschulen operierten heute wie alle landwirtschaftlichen Betriebe verstärkt im Blick der Öffentlichkeit. Man müsse Antworten auf drängende Fragen geben, auch etwa zum Thema Glyphosat. Das Thema Nachhaltigkeit müsse stärker in den Vordergrund gerückt werden – und zwar nicht nur die Nachhaltigkeit der Produkte, sondern auch die der Produktion. Aktuell sei es in Deutschland „schwierig, neue Pflanzenschutzmittel zuzulassen“. Er hoffe, dass irgendwann nur noch eine Behörde zuständig sein werde.

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Großes Thema für die Baumschulen wird bald wieder die „Rhodo“ in Westerstede (10. bis 21. Mai) mit Planer Niels Blatt. 40 Baumschulen würden sich beteiligen, hieß es. Gewisse Probleme sieht man aktuell durch Stromtrassen-Planungen wie Conneforde-Cloppenburg, die etwa die „betriebliche Logistik“ beeinträchtigen könnten. An Torfersatzstoffen, mit denen der wertvolle Rohstoff ersetzt werden könnte, werde intensiv geforscht. Auf Eis liege zurzeit die Novelle des Landes-Wassergesetzes. Hier sieht man, so zur Mühlen, „unverhältnismäßige Nutzungseinschränkungen“ für Baumschulen in Gewässer-Nähe.

Die Baumschuler befassten sich bei ihrem Treffen auch mit aktuellen Themen wie „Online-Marketing für Baumschulen“ (Vortrag von Diana Harries/Harries Plantdesign Edewecht) oder „IT-Sicherheit“ (Tim Kohnen/Treuhand Oldenburg).

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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