Hude/Kirchkimmen - Eine Wolfssichtung geisterte am Dienstag durch die sozialen Medien. Der Huderin, die die Nachricht veröffentlichte, wurde erzählt, in Kirchkimmen sei der ersten Wolf gesichtet worden. Die NWZ hat bei verschiedenen Stellen nachgefragt, konnte aber keine Bestätigung bekommen.

„Bei mir ist nichts angekommen“, versichert Dr. Gerhard Frensel, Wolfsberater der Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst. Er werde bei Sichtungen sonst immer benachrichtigt, es seien aber auch viele Falschmeldungen im Umlauf. „Die Leute sollten eine gesunde Skepsis bei so einer Meldung bewahren“.

Denn bisher konnte im Landkreis noch kein Wolf fotografisch dokumentiert werden. Auch wurden noch keine Spuren, beispielsweise DNA, in den Gefilden rund um Hude oder anderen Teilen des Landkreises gefunden.

Auch der zweite Wolfsberater der Jägerschaft, Carsten Sauerwein, hat aktuell keine Wolfssichtung gemeldet bekommen. „Wir hatten schon ein paar Meldungen in letzter Zeit, es gibt aber keinen wissenschaftlichen Beleg für einen Wolf im Landkreis.“

Beide Experten sind sich sicher, dass auch hier gelegentlich Tiere unterwegs sind. „Da sich die Tiere vermehren, wächst der Populationsdruck. Die Wahrscheinlichkeit, auf einen Wolf zu treffen, steigt von Tag zu Tag“, so Frensel. Die Tiere seien aber eher zurückhaltend und würden sich Menschen selten nähern.


Wer einem Wolf begegnet, sollte sich langsam zurückziehen und den Wolf eventuell aus sicherer Entfernung fotografieren. Sichtungen können gemeldet werden bei Sauerwein ( t  04221/71177) und Frensel ( t  0173/6758017).

Mareike Fangmann
Mareike Fangmann Redaktion Münsterland