Oldenburg - Ob Betreuung im Kindergarten oder durch Tagespflegepersonen: Die Kosten für Eltern sind demnächst gleich. Beschlossen wurde diese Reform der Elternbeiträge im Jugendhilfeausschuss (die NWZ  berichtete). Transparenz für Eltern und den Verweis zu anderen Kommunen mit vergleichbaren Modellen warf die Verwaltung in die Waagschale. Zudem sei der Wechsel in den Kindergarten dann eine rein pädagogische Entscheidung – und keine aus Kostengründen, wurde als Argument angeführt.

Auf den ersten Blick scheint sich die Situation für Tagesmütter und -väter zu verbessern: Die bisherige Förderleistung des Jugendamts von drei Euro pro Kind und Stunde soll auf 4,50 Euro plus Verpflegung heraufgesetzt werden. Allerdings zahlen viele Eltern bisher zusätzlich Geld an die Tagespflegepersonen – das soll nach der Reform nicht mehr möglich sein. Wenn ein höherer Beitrag der Eltern akzeptiert wird, fallen die Tagesmütter – rechtlich als selbstständige Unternehmer betrachtet – aus der Förderung heraus. Das wurde auch in der Einwohnerfragestunde problematisiert.

Lob gab es dagegen für den Ausbau der Kindertagesbetreuung: Einstimmig wurden zusätzliche 16,5 Millionen Euro beschlossen. „Das ist ein weiterer Meilenstein: Bis 2018 streben wir 60 Prozent Abdeckung des Bedarfs an“, kommentierte Dr. Frank Lammerding, Leiter des Jugendamtes. Die vom Bund durchschnittliche Versorgungsquote von 35 Prozent werde damit deutlich übertroffen. Für jede Maßnahme sei bereits eine mögliche Förderung beantragt. Zur Umsetzung wird von 2014 bis 2018 eine Verwaltungskraft eingestellt.