Oldenburg/Brake - In Sonderschichten haben Lebensmittelprüfer am Wochenende in Milchproben nach dem krebserregenden Schimmelpilzgift Aflatoxin gesucht. Fündig wurden sie nicht: Alle 79 Proben, die vom Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) in Oldenburg und Hannover untersucht wurden, waren unbelastet.
Knapp 800 vom Futtermittelskandal betroffene Milchviehbetriebe hatten zudem eigene Untersuchungen bei der Lufa Nord West (Oldenburg) in Auftrag gegeben. Auch diese Proben waren unauffällig. Das teilten die Landesvereinigung der Milchwirtschaft mit. Die meisten Höfe wurden bereits freigegeben.
Entwarnung wollten die Behörden am Sonntag aber noch nicht geben: Außer in Rohmilch, wo sich das Gift absetzt, könnte es auch in Lebern und Nieren geschlachteter Tiere zur Überschreitung des Aflatoxin-Höchstwertes gekommen sein. Darauf wies das niedersächsische Verbraucherschutzministerium hin. Diese Innereien dürfen ohne Untersuchung vorerst nicht verkauft werden.
Unterdessen wurde bekannt, dass das verseuchte Futter an mehr Betriebe geliefert wurde als ursprünglich angenommen. Die Zahl der betroffenen Höfe in Niedersachsen stieg damit von 3560 auf 4467. Weitere Milchviehbetriebe seien aber nicht hinzugekommen, teilte das Verbraucherministerium mit.
Laves-Mitarbeiter konnten bisher in acht Futtermittel-Proben Aflatoxin nachweisen. „Das restliche Futter muss nun von den Unternehmern zurückgenommen und entsorgt werden“, sagte Laves-Präsident Professor Dr. Eberhard Haunhorst der NWZ .
Wie berichtet, waren 10 000 Tonnen giftiger Mais aus Serbien zu Tierfutter verarbeitet worden. Weitere 35 000 Tonnen Giftmais lagern derzeit noch in Hallen in Bremen und im Braker Hafen.
Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) forderte „mehr staatliche Kontrollen und mehr Personal“. Dem Magazin „Focus“ sagte Meyer, dass der Staat 30 bis 50 Millionen Euro im Jahr sparen könne, wenn die Kosten für bessere Kontrollen der Wirtschaft in Rechnung gestellt würden.
Das Niedersächsische Landvolk wies darauf hin, dass das Schadstoffmonitoring in der Milchwirtschaft funktioniere: Die Aflatoxin-Belastung sei schließlich durch eine Eigenkontrolle eines Landwirts im Landkreis Leer bekanntgeworden. Landvolk-Sprecherin Gabi von der Brelie forderte deshalb bessere Kontrollen bei der Futtermittelherstellung: „Alle Tiere haltenden Landwirte erwarten beim Kauf von Kraftfutter, dass dieses einwandfrei ist.“
Oldenburg/Brake - In Sonderschichten haben Lebensmittelprüfer am Wochenende in Milchproben nach dem krebserregenden Schimmelpilzgift Aflatoxin gesucht. Fündig wurden sie nicht: Alle 79 Proben, die vom Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves) in Oldenburg und Hannover untersucht wurden, waren unbelastet.
Knapp 800 vom Futtermittelskandal betroffene Milchviehbetriebe hatten zudem eigene Untersuchungen bei der Lufa Nord West (Oldenburg) in Auftrag gegeben. Auch diese Proben waren unauffällig. Das teilten die Landesvereinigung der Milchwirtschaft mit. Die meisten Höfe wurden bereits freigegeben.
Ein Spezial mit allen Berichten zu dem Futtermittelskandal
Entwarnung wollten die Behörden am Sonntag aber noch nicht geben: Außer in Rohmilch, wo sich das Gift absetzt, könnte es auch in Lebern und Nieren geschlachteter Tiere zur Überschreitung des Aflatoxin-Höchstwertes gekommen sein. Darauf wies das niedersächsische Verbraucherschutzministerium hin. Diese Innereien dürfen ohne Untersuchung vorerst nicht verkauft werden.
Unterdessen wurde bekannt, dass das verseuchte Futter an mehr Betriebe geliefert wurde als ursprünglich angenommen. Die Zahl der betroffenen Höfe in Niedersachsen stieg damit von 3560 auf 4467. Weitere Milchviehbetriebe seien aber nicht hinzugekommen, teilte das Verbraucherministerium mit.
Laves-Mitarbeiter konnten bisher in acht Futtermittel-Proben Aflatoxin nachweisen. „Das restliche Futter muss nun von den Unternehmern zurückgenommen und entsorgt werden“, sagte Laves-Präsident Professor Dr. Eberhard Haunhorst der NWZ .
Wie berichtet, waren 10 000 Tonnen giftiger Mais aus Serbien zu Tierfutter verarbeitet worden. Weitere 35 000 Tonnen Giftmais lagern derzeit noch in Hallen in Bremen und im Braker Hafen.
Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) forderte „mehr staatliche Kontrollen und mehr Personal“. Dem Magazin „Focus“ sagte Meyer, dass der Staat 30 bis 50 Millionen Euro im Jahr sparen könne, wenn die Kosten für bessere Kontrollen der Wirtschaft in Rechnung gestellt würden.
Das Niedersächsische Landvolk wies darauf hin, dass das Schadstoffmonitoring in der Milchwirtschaft funktioniere: Die Aflatoxin-Belastung sei schließlich durch eine Eigenkontrolle eines Landwirts im Landkreis Leer bekanntgeworden. Landvolk-Sprecherin Gabi von der Brelie forderte deshalb bessere Kontrollen bei der Futtermittelherstellung: „Alle Tiere haltenden Landwirte erwarten beim Kauf von Kraftfutter, dass dieses einwandfrei ist.“
