Großenkneten - Rückläufige Stückzahlen beim Schlacht- und Nutzvieh, dadurch weniger Erlöse und der strukturelle Wandel durch immer mehr Höfe, die aufgeben mussten, kennzeichneten den Verlauf des Geschäftsjahres 2015. Angesichts dieser Eckdaten konnte die Raiffeisen-Viehverwertung Großenkneten eG noch ein respektables Jahresergebnis einfahren, wie Geschäftsführer Rolf Klatte während der jüngsten Generalversammlung im Gasthaus Kempermann in Großenkneten vorgestellt hat.
„2015 war ein schwieriges Jahr für alle“, betonte auch Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Suhrkamp in seiner Begrüßung. Die Preise hätten durch alle Bereiche der Landwirtschaft stark nach unten tendiert und auch die Quotenaufhebung habe diesen Effekt noch verstärkt. Das habe sich auf den Handel übertragen. Eine Verschärfung, die viele Betriebe, vor allem kleinere Sauenhalter, zur Aufgabe gezwungen hätten, meinte Suhrkamp. „Dennoch freuen wir uns, für 2015 noch ein ordentliches Ergebnis heute präsentieren zu können.“
Erwirtschaftet werden konnte ein Jahresüberschuss von 54 474,93 Euro. Im Vorjahr schlug noch ein Überschuss von 78 520,17 Euro zu Buche. Der Überschuss aus 2015 wird mit 27 000 Euro in die gesetzlichen Rücklagen und mit 27 474,93 Euro in die betrieblichen Rücklagen überführt.
Beim Schlachtvieh ergab sich im Geschäftsjahr 2015 ein Umsatz von 9 339 Rindern und 156 371 Schweine: in der Summe 165 710 Stück. Das führte zu einem Erlös von 31 148 971 Euro. Beim Nutzvieh belief sich der Umsatz auf 3084 Rinder, 3352 Kälber, 101 724 Ferkel beziehungsweise Läufer und 4492 Jungferkel. In der Summe 112 632 mit einem Erlös von 7 888 694 Euro. Insgesamt wurden 278 342 Stück Vieh (302 088 Euro in 2014) mit einem Erlös von 39 037 664 Euro (2014: 43 758 648 Euro) vermarktet. Eine Veränderung von 24 480 Tieren weniger und einem Umsatz-Minus von 4 720 984 Euro. Wie Klatte in seinem Geschäftsbericht auch darstellte, habe sich die Anzahl der Mitglieder von 266 auf 261 verringert. Acht Zugänge standen 13 Abgänge gegenüber. Die 261 Mitglieder halten 436 Geschäftsanteile.
Die Wahlen zum Vorstand brachten eine Veränderung. Heiner Grotelüschen, der dem Vorstand seit 1992 angehörte und als stellvertretender Vorsitzender tätig war, trat nicht mehr an. Für ihn wurde das Aufsichtsratsmitglied Henning Hibbeler in den Vorstand gewählt. Dem Vorstand gehört ferner noch Heinz Erdmann an.
Erneut das Vertrauen für den Aufsichtsrat erhielten dagegen Dietmar Barjenbruch und Stefan Seeger. Für Henning Hibbeler wurde Christoph Oltmann gewählt. Aufsichtsratsvorsitzender bleibt Dieter Suhrkamp.
