Brake - Der Autozulieferer Leoni reagiert auf die Probleme in seiner Bordnetz-Sparte und streicht dort noch in diesem Jahr 1100 Jobs. Der Stellenabbau sei Teil einer Neuaufstellung des Geschäftsbereichs, teilte das Unternehmen in Nürnberg Ende Juni mit (die NWZ berichte). Die Leoni AG betreibt auch einen Standort in Brake.
„Gerüchten, wonach der Standort Brake zur Diskussion steht, möchte ich entgegentreten. Unser Werk in Brake ist gewollt und fester Bestandteil des Unternehmens-Netzwerks“, erklärt Pressesprecher Sven Schmidt auf Nachfrage der NWZ . Aktuell beschäftigt die Leoni AG in Brake 60 Mitarbeiter. Zwar gehöre das Werk zum Bordnetz-Bereich, sei aber als Standort nicht vom Stellenabbau betroffen. „Wir entwickeln und fertigen dort kleine Leitungssätze“, erklärt Sven Schmidt, „zum Beispiel für Klimaanlagen und für andere Automobilzulieferer, die unsere Produkte in ihre Bauteile integrieren.“
Zukünftig werde man in Brake vermehrt technische Lösungen entwickeln, wobei man auf die hohe Kompetenz der Mitarbeiter zurückgreifen könne. Es gehe darum, die Wertschöpfungstiefe zu erhöhen. Daraus resultiere eine steigende Design- und Systemverantwortung für komplexere Produkte.
