Oldenburg - 139 Unternehmen, 6000 Quadratmeter Fläche und etwa 10 000 erwartete Besucher. Die größte Ausbildungsmesse im Nordwesten, „job4u“, öffnet am Freitag und Sonnabend, 19. und 20. September, ihre Türen in den Weser-Ems-Hallen (Halle 3). Zu den Angeboten zählen neben den Messeauftritten der Unternehmen erneut Bühnenpräsentationen, Vorträge, Vorführungen und Workshops.

Damit sich Schüler über die jeweiligen Berufe nicht nur informieren, sondern sie auch erleben können, wird in diesem Jahr wieder ein Praktikumsparcours aufgebaut. Die Besonderheit: „Der Parcours ist an den Ständen integriert. Die 25 Angebote reichen von kaufmännischen Berufen bis zu technischen und kreativen“, erklärt Iris Krause, job4u-Organisatorin. Der Parcours steht nicht nur Schulklassen, sondern am Freitag ab 13 Uhr, und den gesamten Sonnabend auch allen anderen Besuchern offen.

Eines soll die Messe nämlich nicht sein: langweilig. „Im ersten Jahr hatten wir einen recht konservativen Messe-Stand. Inzwischen lassen wir die Azubis mitgestalten“, erklärt Björn Gribbe, Ausbildungsleiter der Landessparkasse zu Oldenburg. Man möchte attraktiver werden, denn „die Schüler entscheiden sich schließlich auch für das Unternehmen und wir uns nicht nur beim Vorstellungsgespräch für sie“, erklärt Gribbe. 40 Azubi-Scouts werden die Schüler in kleinen Gruppen durch die Messe führen. „Dann ist die Hemmschwelle, Fragen zu stellen, geringer“, sagt Christian Willers, Leiter für Personalentwicklung der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg.

In sieben Jahren habe sich die Messe stetig weiterentwickelt: „Die Ausbildungsbetriebe haben erkannt, dass die Zahl der Schulabgänger sinkt und sie neue Konzepte zur Gewinnung von Fachkräften nutzen müssen. Job4u ist eine gute Möglichkeit“, sagt Stefan Bünting, stellvertretender Abteilungsleiter der Oldenburgischen IHK in der Aus- und Weiterbildung. Die Idee einer großen nicht kommerziellen Messe mit gut durchdachten Elementen der Berufsorientierung habe sich bewährt. Obwohl die Zahl der Schulabsolventen sinke, blieben die Besucherzahlen der Messe konstant, erklärt Krause.

„Die Möglichkeit mit Bewerbern in Kontakt zu treten, und unsere Ausbildungsplätze anzubieten, ist ein wichtiger Faktor geworden“, sagt Katrin Bucholski, Teamleiterin für kaufmännische Ausbildung bei der EWE in Oldenburg.


Die Messe finanziert sich zum Teil aus Mitteln des EU- Sozialfonds. Ohne zusätzliche Unterstützung der Hauptsponsoren EWE, der LzO und Öffentliche Versicherungen Oldenburg sei sie in dieser Form jedoch nicht möglich, sagt Bünting. Der Eintritt ist an beiden Tagen frei. Die Messe öffnet am Freitag von 9 bis 16 Uhr und am Sonnabend von 10 bis 16 Uhr. Weitere Informationen über job4u gibt es im Internet unter

Sabrina Wendt
Sabrina Wendt Thementeam Wirtschaft