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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Arbeitsmarkt: Keine Angst vorm Fachkräftemangel

23.11.2015

Oldenburg Wie können Unternehmen Fachkräfte finden und langfristig binden? Mit diesen Fragen haben sich die Regionalorganisation des Bundesverbands Mittelständische Wirtschaft (BVMW) und das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (Kofa) jetzt bei der Veranstaltung „Fachkräftesicherung – Rekrutierung von morgen“ auseinandergesetzt. Knapp 100 Zuhörer und mehrere Referenten hatten sich bei der Treuhand Oldenburg eingefunden, um über das Thema zu diskutieren und Ideen zu entwickeln.

Sebastian Bußmann (Kofa) erklärte, dass im Bundesdurchschnitt von 96 Engpassberufen nur 20 auf akademische Berufe entfielen. Häufig würde in den Bereichen Gesundheit, Soziales und Bildung, Bau- und Gebäudetechnik (Handwerksberufe) sowie im naturwissenschaftlich-technischen Sektor gesucht.

Ein Engpass bestehe immer dann, wenn die Zahl der Arbeitslosen nicht ausreicht, um freie Stellen zu besetzen. „Meistens sind kleinere oder mittlere Unternehmen betroffen“, erklärte Bußmann. Im bundesweiten Vergleich falle auf, dass in Oldenburg und Umgebung hauptsächlich in der Sparte Landwirtschaft und Gartenbau gesucht werde. Hier seien elf Prozent der Stellen unbesetzt. Im Bereich Verkauf und Tourismus seien es neun Prozent, in der Logistik sieben Prozent und im Handwerk sechs Prozent unbesetzte Stellen.

„Die Region Oldenburg steht im Bundesvergleich gut da“, sagte Bußmann. Auffällig sei aber die hohe Zahl an Schülern, die keinen Ausbildungsplatz findet, erklärte er. Im Bezirk Oldenburg-Wilhelmshaven hätten 16 Prozent der Suchenden keine Ausbildungsstelle gefunden.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, müsse die Berufsorientierung verbessert werden, denn viele Jugendliche würden sich nur auf einen Beruf festlegen, andere Möglichkeiten aber außer Acht lassen. Bußmann regte außerdem Schulkooperationen an, damit Unternehmen ihre Ausbildungsplätze dort bewerben können. Er mahnte aber, dass die Berufsorientierung auch von staatlicher Seite gefördert werden müsse. Die Arbeit dürfe nicht nur bei den Betrieben liegen.

Eine Chance für den Arbeitsmarkt seien auch Ausländer. „Die Arbeitslosenquote in Oldenburg liegt bei 7,6 Prozent, die von arbeitslosen Ausländern sogar bei 19 Prozent. Das sei ein sehr hoher Wert“, sagte Bußmann. Hier müsse man aktiv werden, um die Potenziale, die Zuwanderung schaffe, auch zu nutzen.

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Dass auch kleine Ideen helfen können, zeigte die IHK, die Broschüren mit Adressen von Unternehmen anbietet. „Die Jugendlichen brauchen Ansprechpartner, das Angebot wird gut angenommen“, sagte ein Zuhörer.

Um Fachkräfte zu finden, könne auch die gezielte Ansprache von potenziellen Interessenten in sozialen Netzwerken helfen, sagte Bußmann. Das sei ein wichtiger Schritt, denn der demografische Wandel mache sich vor allem in ländlicheren Regionen schnell bemerkbar.

Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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