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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Deutscher Musikmarkt 2015: Keine Chance auf Comeback der Kassette

13.12.2015

Berlin Als eine der ersten Branchen musste sich die Musikindustrie dem digitalen Wandel stellen. Die Herausforderungen waren enorm, doch das Schlimmste ist geschafft, wenn man dem Chef vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI), Florian Drücke, Glauben schenken mag.

Was ist Ihr Fazit für 2015?

Nun, das Jahr ist noch nicht vorbei! Aber ich denke, wenn das Weihnachtsgeschäft auch gut läuft, dann können wir zum ersten Mal seit über zehn Jahren ein deutlich positives Signal haben. Gerade im Vergleich zu anderen europäischen Ländern sehen wir in Deutschland einen sehr gesunden physischen Markt. Und wenn man dann noch das Wachstum des aktuellen Markttreibers Streaming betrachtet, dann ist das in jedem Fall ein gutes Zeichen auch für das kommende Jahr.

Hat das Streaming in diesem Jahr den Durchbruch geschafft?

Das Thema ist 2015 in der breiten Bevölkerung angekommen, jetzt ist die volle Aufmerksamkeit da. Maßgeblich mit dazu beigetragen hat das mediale Interesse an den beiden „A“’s – Aldi und Apple. Für die Industrie ist Streaming ja seit sieben, acht Jahren ein großes Thema, aber der Markt in der Breite war noch nicht so weit. Nun ist Streaming noch immer kein Mainstream in Deutschland, aber es ist in aller Munde. Insgesamt ist der deutsche Musikmarkt weiterhin geprägt von einem Mix im Angebot, vom Vinyl bis zur Cloud. Der Kuchen teilt sich bei uns noch anders als in vielen anderen Ländern auf, das macht es spannend.

Apropos Vinyl. Wie erklären Sie sich den Hype um die gute alte Schallplatte?

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Vinyl hat in dieser unfassbar beschleunigten Zeit etwas Besinnliches. Es geht um den Moment des Innehaltens und eine andere Form der Auseinandersetzung mit der Musik. Es geht um Sound, Klang und Haptik. Im dritten Quartal 2015 ist der Vinyl-Markt um 25 Prozent gewachsen, zuletzt wurden Anfang der 90er Jahren so viele Platten verkauft. Die Platte wird ein Nischenmarkt bleiben, aber sie hat es geschafft, zurückzukommen. Das wiederum wird der Kassette meiner Meinung nach nicht gelingen.

ZUR PERSON: Florian Drücke (40) studierte Jura in Berlin und Toulon und promovierte an der Universität Greifswald. 2006 kam er als Justiziar zum Bundesverband Musikindustrie e. V., seit 2010 ist er Geschäftsführer.

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