Hurrel - Klimaschutz betrifft nicht nur große Konzerne, sondern jeden Einzelnen. Alle Bürger können ihren Teil dazu beitragen, damit die Erderwärmung nicht um mehr als zwei Grad ansteigt, wie es im Pariser Abkommen festgelegt ist. Damit die Bürger und Landwirte auch wissen, wie sie einen Beitrag leisten können, hat der Verein landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen Delmenhorst zu einem Vortrag in den Gasthof Mehrings in Hurrel eingeladen.

„Nicht nur Mitglieder, sondern alle Interessierten wurden eingeladen“, betont Heino Schwarting, Vorsitzender des Vereins. Auf die Umwelt zu achten, sei immer wichtig, nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch im privaten Bereich.

Ansgar Lasar, Klimabeauftragter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, beantwortete in seinem einstündigen Vortrag vier Kernfragen: „Es geht darum, warum sich das Klima verändert, wie es sich verändert, wie wir uns anpassen können und wie wir das Klima schützen können“, erklärte Lasar.

Das Klima verändere sich aufgrund der Treibhausgase und weiterer Faktoren, die der Mensch jedoch nicht beeinflussen könne. „Die Auswirkungen sind in unseren Regionen weitgehend beherrschbar, im Sommer fällt weniger Regen, im Winter mehr“, sagte Lasar.

Der Jahresniederschlag bleibe jedoch gleich, folglich müsse im Winter Wasser gespeichert werden, um die Felder im Sommer bewässern zu können. Zudem müssten Pflanzen angebaut werden, die mit weniger Wasser auskommen. Durch die längere Vegetationsdauer könne zudem zweimal im Jahr geerntet werden.


Wichtig sei jedoch vor allem der Klimaschutz, da sich der Klimawandel in anderen Regionen deutlich stärker auswirke: „Einige Regionen werden vertrocknen, in anderen herrscht Land unter aufgrund von Regenfällen“, verdeutlichte Lasar. Deswegen habe das Pariser Abkommen beschlossen, dass sich die Erde maximal um zwei Grad erwärmen solle.

Um dieses Ziel zu erreichen, müsse komplett auf erneuerbare Energien umgestiegen werden. „Wir dürfen keine Kohle, Öl oder Gas mehr verbrennen“, betonte Lasar. Auch die Landwirtschaft könne einen geringen Beitrag leisten durch Effizienzsteigerung sowie die Art der Düngung und Viehhaltung, damit Deutschland sein Ziel, 80 Prozent der Treibhausgasemissionen einzusparen, erreiche.

Nils Coordes
Nils Coordes Online-Redaktion