Wildeshausen - Bei einem Informationsgespräch mit dem Wildeshauser Unternehmen Auto Reiser und weiteren Vertretern aus Politik und Handwerk hat der Präsident des Kfz-Landesverbandes Niedersachsen-Bremen, Karl-Heinz Bley (Garrel), über ein gestiegenes privates Kaufinteresse bei Pkw berichtet. Davon profitiere auch die Region. Sorge bereite ihm, dass der Hersteller dem Verkäufer zu wenig Spielraum lasse und forderte deshalb: „Die Hersteller müssen dem markengebundenen Händler als Partner den Verkauf von Neuwagen überlassen.“

Nach Aussagen von Bley, auch CDU-Landtagsabgeordneter, komme 3600 Werkstätten zugute, dass Fahrten mit Nutzfahrzeugen im Betriebsalltag nicht dem Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz unterliegen. Dadurch würden kostspielige Weiterbildungen unnötig. Ingo Hermes von der Mittelstandsvereinigung Wildeshausen wies darauf hin, dass trotzdem ein Anhänger-Führerschein notwendig sei.

Firmen-Chef Martin Reiser beklagte den zweiten Berufsschultag der Auszubildenden, die so weniger Praxiserfahrung bekämen. Hartmut Günnemann, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg Land, begründete dies mit den gestiegenen Ansprüchen an den Beruf des Kfz-Mechatronikers. Er kritisierte eine schlechte Unterrichtsversorgung der Berufsschulen.