KIELLEGUNG FÜR ein Schiff der neuen generation: DATEN DER KORVETTEN KLasse 130
Die Kiellegung
ist eine feierliche Zeremonie, bei der eine Erinnerungsplatte auf die Pallungen genagelt wird, auf denen das Schiff später aufliegt. Das Bild zeigt Flottillenadmiral Dr. Horst-Dieter Kolletschke mit Lürssen-Ingenieur Andreas Zornow beim Aufbringen der Platte. Diese Platte wird später der Besatzung geschenkt.Die Korvetten
der Klasse 130 werden ab 2007 die von Lürssen gebauten Schnellboote der Klasse 143 ersetzen und sind für den weltweiten Einsatz bestimmt. Das Programm umfasst eine Serie von fünf Schiffen, die für die deutsche Marine bei der Arbeitsgemeinschaft K 130 in Auftrag gegeben worden waren. Außer der Lürssen-Werft sind Blohm und Voss (Hamburg) und die Nordseewerke (Emden) beteiligt.Die Daten
dieser Schiffsklasse sind: 88,8 Meter Länge, 13,23 Meter Breite, 1600 t Verdrängung, 4100 Seemeilen Reichweite, 26 Knoten Geschwindigkeit, zwischen 50 und 65 Personen Besatzung. Die Schiffe sind mit vier schweren Seeziel-Flugkörpern, zwei Luftabwehr-Flugkörpern und modernsten Elektronikanlagen ausgestattet.Zahlreiche Behördenvertreter nahmen an der Zeremonie teil. Sie lobten die Kompetenz der Lürssen-Werft im Marineschiffbau.
Von Jan Lehmann
LEMWERDER - Über eine „gesunde Grundauslastung der Werft bis 2008“ freut der Geschäftsführer der Lürssen-Werft, Friedrich Lürßen. Die Marine trägt mit ihrem Korvettenprogramm der Klasse 130 wesentlich dazu bei. Gestern erlebten die Werftmitarbeiter und zahlreiche Behördenvertreter die Kiellegung des zweiten Schiffs dieses Typs.Das neue Schiff soll im Jahr 2007 abgeliefert werden und gehört dann zum 1. Korvettengeschwader, das in Warnemünde stationiert werden soll. Das erklärte der zuständige Stabsabteilungsleiter des Verteidigungsministeriums, Flottillenadmiral Dr. Horst-Dieter Kolletschke, in einem Gespräch mit der NWZ . Die Korvette wird den Namen „Magdeburg“ bekommen. So kam es, dass auch zahlreiche Vertreter der künftigen Patenstadt, darunter der ehemalige Ministerpräsident Dr. Gerd Gies, an der Zeremonie teilnahmen.
In seiner Ansprache lobte Thomas Wardecki vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung die Kompetenz derLürssen-Werft im Marineschiffbau. Er erinnerte daran, dass 1911 schon einmal ein Marineschiff mit dem Namen „Magdeburg“ an der Weser (nämlich in Bremen) gebaut worden war. Es handelt sich um den deutlich größeren Kleinen Kreuzer.
