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Gesundheit Kinder aus Tschernobyl zu Gast in der Wesermarsch

Berne/Hude - Vor drei Jahren waren zuletzt Kinder aus Weißrussland in der Wesermarsch, um sich von den Folgen der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl im Jahr 1986 zu erholen. Nun erwartet der Verein „Komitee Kinder aus Tschernobyl in Stedingen“ um die Vorsitzende Ursula Clasen aus Berne an diesem Wochenende wieder zehn Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren.

„Große Spenden an unseren Verein haben es uns ermöglicht, erneut eine Kindergruppe zur Erholung einzuladen“, erzählt die Vorsitzende. Die fünf Mädchen und Jungen werden an diesem Sonnabend in Bremen mit dem Bus eintreffen. Von dort werden sie nach Hude zur Jugendherberge gebracht, wo sie bis zum 23. August Urlaub machen werden.

Kindersitze gesucht

Für die geplanten Ausflugsfahrten benötigt das Betreuerteam für einen gefahrlosen Transport der Kinder noch sieben Kindersitze oder Sitzschalen. Wer den Verein unterstützen möchte, wird gebeten, sich umgehend bei Ursula Clasen unter t  04406/6131 zu melden.

Den Kindern wird ein abwechslungsreiches Ferienprogramm geboten.

Der Verein „Komitee Kinder aus Tschernobyl“ wurde fünf Jahre nach der Reaktorkatastrophe in der Ukraine gegründet. Mit Ausnahme der Jahre 2009, 2011, 2013 und 2014 kamen jedes Jahr Kinder aus der Region Tschernobyl, um sich in der Wesermarsch zu erholen. Laut Ursula Clasen verbessert bereits ein dreiwöchiger Erholungsaufenthalt in sauberer Umgebung das Immunsystem der Kinder deutlich.


Auch fast 30 Jahre nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl seien die gesundheitlichen Beeinträchtigungen beträchtlich. Bei den Kindern und Jugendlichen seien Schilddrüsenerkrankungen zu beobachten, bei Erwachsenen würden Magen-Darm-Erkrankungen, Bronchial- oder Bluterkrankungen sowie Erkrankungen des Herzens oder Diabetes vermehrt auftreten. Ärzte würden von einer deutlichen Schwächung des Immunsystems der Kinder und einen signifikanten Anstieg angeborener Missbildungen berichten.

Langzeitfolgen

Die Reaktorkatastrophen von Tschernobyl oder Fuku-shima würden sich von anderen Umweltkatastrophen dadurch unterscheiden, dass die Langzeitfolgen erst nach und nach sichtbar würden „und in mancher Hinsicht noch gar nicht abzuschätzen sind“, meint Ursula Clasen.

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