Metjendorf/Oldenburg - Neuer Ort, altbewährter Erfolg: Zum elften Mal hatte der Kleintierzuchtverein Haar und Feder Oldenburg am Pfingstmontag zum Kleintiertag eingeladen. In diesem Jahr war man allerdings umgezogen. Die Brieftaubenreisevereinigung Oldenburg stellte ihr Vereinsgelände in Metjendorf zur Verfügung. Dennoch fanden auch diesmal mehrere hundert Besucher den Weg zu den aufgestellten Gehegen.
Um dem Motto „Schauen, streicheln, lernen“ gerecht zu werden, standen viele Vereinsmitglieder bereit. Sie erklärten den Besuchern, darunter sehr viele Familien mit kleinen Kindern, was bei der Tierhaltung je nach Art zu beachten ist. Am heißen Montag nahmen die Besucher zum Beispiel auf den ersten Blick mit, dass auch Tiere bei gewissen Temperaturen ein schattiges Plätzchen nötig haben. Extra zu diesem Zweck aufgespannte Regenschirme, Schutzhäuschen und andere Schattenspender wurden von den Zwei- bis Vierbeinern sehr gern angenommen.
„Wir wollen heute versuchen, den Menschen die Kleintierhaltung näher zu bringen“, erzählte Vereinsvorsitzender Jan Christian Laumen. Angesprochen seien zwar auch Züchter, vor allem aber Hobbyhalter und Menschen, die über die Anschaffung eines Tieres nachdenken und etwas über die richtige Haltung wissen möchten.
„Für meine beiden Jungs ist das natürlich sehr interessant“, meinte Besucher Alexander Bonzoll, der mit den zweijährigen Zwillingen Ben und Fynn auf dem Gelände unterwegs war. Zwar habe die Familie bereits „einen kleinen Streichelzoo“ zu Hause. Der Kontakt zu Ziegen, Schafen oder Hermelinen war den Kindern allerdings noch neu. Ponyreiten, eine Hüpfburg und die Kunststücke eines Clowns rundeten das Programm ab.
Der Kleintiertag bot zudem Dinge, die man nicht alle Tage sieht. So zeigte Schäfer Hans-Wilhelm Petershagen, wie man ein Schaf von seiner Wolle befreit. Ein weitere Höhepunkt war der Start der Brieftauben. Lars Maibaum von der Reisevereinigung ließ 40 weiße Tauben in den Himmel steigen. Nach ein paar Runden zur Orientierung machten sie sich selbstständig auf den Weg nach Hause – nach Hude und Petersfehn.
