Ganderkesee - Das große Krabbeln kann beginnen: Mit dem neuen Kindergartenjahr haben in der Gemeinde zwei weitere Krippengruppen ihren Betrieb aufgenommen.
Am Habbrügger Weg in Ganderkesee und in der Kita „Schatzinsel“ in Hoykenkamp ist nun zusätzlich für 30 Kinder Platz. Gestartet sind die beiden neuen Krippengruppen mit fast voller Besetzung.
Mit vereinten Kräften
Dabei war es mit den Vorbereitungen knapp, wie Inge Breithaupt, Leiterin der Kindertagesstätte am Habbrügger Weg berichtet: „In der Woche vor der Eröffnung sind die Handwerker fast übereinander gestolpert.“ Dank der Mithilfe von Eltern ist dann doch noch alles rechtzeitig fertig geworden.
Die „Orange Gruppe“ am Habbrügger Weg ist am 2. September gestartet, nur knapp drei Monate nach dem Richtfest im Juni. Gekostet hat das Ganze rund 400 000 Euro.
Schnell eingelebt
Leiterin der neuen Gruppe ist Nadine Lehmkuhl, die zuvor Kinder in der Nachmittags-Integrationsgruppe betreut hat. „Das ist jetzt etwas ganz anderes“, sagt die Erzieherin, „es ist sehr spannend zu sehen, wie sich die Kinder entwickeln.“ Die Eingewöhnung verlief auch für die Kinder schneller als gedacht: Zunächst standen viele Eltern noch für „den Notfall“ vor der Tür bereit. Diese Phase ist nun vorbei. Nicht nur Inge Breithaupt, auch Mütter und Väter sind nach anfänglicher Aufregung zufrieden.
Mit dem Anbau am Habbrügger Weg ist viel neuer Platz entstanden: Für die „Orange Gruppe“ steht innerhalb der 133 Quadratmeter neben einer Küchenzeile und einer zweiten Spielebene auch ein Schlafraum zu Verfügung. Seit September bietet die Kindertagesstätte nun acht Gruppen mit 152 Plätzen an, davon eine Ganztags- zwei Nachmittags- und zwei Krippengruppen.
Kleine Gruppen gestartet
Platz für Nachwuchs gibt es nun auch in der Kita „Schatzinsel“ in Hoykenkamp. Dort sind Anfang September die „Strandkrabben“ als zweite Krippengruppe eingezogen. Während vor allem auf dem Außengelände noch eifrig weiter gearbeitet wird, spielt sich im Inneren im wahrsten Sinne alles ein. „Die neuen Kolleginnen haben bereits im August mit den Vorbereitungen begonnen“, sagt Kita-Leiterin Birgit Geerken, das habe die Kennlernphase vereinfacht.
Auch bei den „Strandkrabben“ selbst ist die Eingewöhnungszeit bereits fortgeschritten. Später können hier bis zu 15 Kinder bis zu drei Jahren betreut werden. Zurzeit sind es zwölf, da unter Zweijährige nur in kleineren Gruppen betreut werden dürfen. Mit dem Wachstum der Kleinen erhöht sich dann nach und nach die Gruppengröße.
Die Obhut über den Nachwuchs in Hoykenkamp hat Bianca Lampe übernommen. Unterstützt wird sie von zwei weiteren Kollegen.
Gruppenübergreifend
Die in der Gemeinde geltende Regelung für Drittkräfte kommt auch am Habbrügger Weg zum Tragen. Das ermögliche auch ein gruppenübergreifendes Arbeiten, sagt Birgit Geerken. Die „Strandkrabben“ werden vorwiegend auf die „Matrosen“ treffen. Diese erste Krippengruppe in Hoykenkamp gibt es bereits seit dem Kindergartenjahr 2007/2008.
Für den Anbau an der Kita „Schatzinsel“ in Hoykenkamp hat die Gemeinde etwa 355 000 Euro investiert. Dafür wurden 45 Quadratmeter um- und weitere 93 Quadratmeter angebaut. Insgesamt können hier jetzt 123 Kinder betreut werden.
