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KINDERTAGESSTÄTTEN Vormittagsplätze weiter begehrt

In 14 KinderTagesstätten stehen 1014 Plätze zur Verfügung

14 Kindertagesstätten

gibt es in der Gemeinde. Die größte ist der Kindergarten am Habbrügger Weg in Ganderkesee (167 Plätze, acht Gruppen). Weitere Einrichtungen im Ort Ganderkesee sind: der Kindergarten „Kleine Wolke“ (95 Plätze, vier Gruppen); die Kindertagesstätte Lange Straße (inkl. Hort; 45/zwei); der ev. Jona-Kindergarten (113/fünf); der private Kindergarten Birkenhof (20/eine Gruppe).

In Bookholzberg

gibt es den kath. St.-Bernhard-Kindergarten (120/fünf) und den von der Lebenshilfe getragenen Kindergarten „Sonneninsel“ (86/vier). In der Regie der Gemeinde befinden sich der Kindergarten Bergedorf (25/eine), der Kindergarten „Spatzennest“ Schierbrok (120/fünf); die „Schatzinsel“ in Hoykenkamp (103/fünf) und die „Flohkiste“ in Schönemoor (60/drei).

Spielkreise

betreibt die Gemeinde in Elmeloh, Falkenburg und Grüppenbühren (je 20 Plätze/eine Gruppe).

Trotz zusätzlicher Kindergarten-Vormittagsplätze kann der Bedarf in Ganderkesee-Ort und Bookholzberg nicht ganz gedeckt werden. Immer mehr Eltern stellen Hilfe-Anträge.

Von Karsten Kolloge

GANDERKESEE - Den sinkenden Geburtenzahlen zum Trotz: In den Ganderkeseer Kindertagesstätten werden im just begonnenen Kindergartenjahr 2005/06 mehr Mädchen und Jungen betreut als je zuvor. 1014 Plätze stehen zur Verfügung. Ein Grund für das Mehr: „Die Kinder werden immer jünger“, so Anke Lehmkuhl, im Rathaus zuständig für die Kindertagesstätten. Die Steppkes würden im Schnitt früher aufgenommen und blieben dadurch länger. Das zeigt sich auch in einer Neuerung: Erstmals wurden (zwei) altersübergreifende Gruppen gebildet, auch acht Zweijährige werden darin betreut.

Nachdem es in der Vergangenheit vor allem im Ort Ganderkesee „zwackte“, weil zu wenig Vormittagsplätze zur Verfügung standen, hat die Gemeinde reagiert: Zum aktuellen Kindergartenjahr richtete sie an der Langen Straße (durch Umbau des ehemaligen Schulkindergartens) eine neue Tagesstätte ein. 25 Vormittagsplätze seien hier entstanden, berichtete Fachbereichsleiter Friedrich Rohlfs. Weitere fünf Vormittagsplätze schuf die Gemeinde durch die Umwandlung des Spielkreises Bergedorf in einen Kindergarten, weitere zehn Vormittagsplätze gibt es in der Schönemoorer „Flohkiste“.

Dennoch könnten im Ort Ganderkesee und in Bookholzberg nicht alle Wünsche nach einem Vormittagsplatz erfüllt werden, räumt Anke Lehmkuhl ein. Anders in Schierbrok: Hier seien sogar einzelne Plätze frei. In Hoykenkamp und Schönemoor entspreche das Angebot in etwa dem Bedarf.


Im Nachmittagsbereich gab es gegenüber dem Vorjahr nur eine Änderung: Im St. Bernhard-Kindergarten in Bookholzberg fiel eine Gruppe für zehn Kinder weg (die NWZ berichtete).

Friedrich Rohlfs schilderte zugleich eine Beobachtung, die er seit Jahren mache: Die Zahl der Eltern, die angesichts der eigenen wirtschaftlichen Situation eine Befreiung von den Kindergartengebühren (so genannte wirtschaftliche Jugendhilfe) beantragen, steige. Mittlerweile seien es wohl zehn bis 15 Prozent, schätzte Anke Lehmkuhl – „mehr als 100“.

Allerdings lägen keine Erkenntnisse vor, dass Eltern wegen ihrer geringen Einkünfte ihre Kinder zu Hause lassen (und nicht in den Kindergarten schicken).

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