KIRCHHATTEN - Die Minimal-Lösung erhielt maximale Zustimmung. Ein Kreuzungsumbau ist vom Tisch.

Von Stephan Onnen

KIRCHHATTEN - Eine minimale Lösung entfachte am Donnerstagabend im Hatter Strukturausschuss maximale Begeisterung: Einstimmig wurde empfohlen, den aus Richtung Wildeshausen in den Ort Kirchhatten einfahrenden Verkehr durch den Einbau eines Fahrbahnteilers auf der Wildeshauser Straße zu bremsen. Ein von Bauamtsleiter Erhardt Rabe vorgestellter Entwurf sieht vor, ungefähr in Höhe des Hofes Witte an der Ortstafel ein zwei Meter breites Beet auf der Straße einzubauen. Dadurch würde die Fahrbahn in Richtung Kirchhatten einen Schwenk machen und auf eine Breite von 3,25 Metern reduziert werden.

Von der Fahrbahnverlegung wäre ein Graben betroffen, der verrohrt werden müsste. Außerdem stehen zwei mittelgroße Bäume dem Vorhaben im Weg. Das Beet in der Fahrbahnmitte soll mit einem Flachbord ausgestattet werden. Die Kosten für den Einbau der Mittelinsel bezifferte Rabe auf etwa 30 000 Euro. „Das ist eine sehr passable Lösung“, frohlockte SPD-Fraktionschef Hans-Hermann Siemers.

Der Strukturausschuss empfahl bei einer Stimmenthaltung von Norbert Stickens (FDP), die Planung zur Grundlage weiterer Gespräche mit dem für die Wildeshauser Straße zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr zu machen. Dabei soll es um eine finanzielle Beteiligung des Landes gehen. Die Oldenburger Behörden-Außenstelle hatte im Februar dieses Jahres angeboten, 20 000 Euro aus „Unterhaltungsmitteln“ für die Umgestaltung des Einmündungsbereiches Wildeshauser Straße/Dingsteder Straße abzuzweigen. „Ich hoffe, man steht noch zu diesem Wort“, sagte CDU-Ratsherr Alfred Windeler. Die von der Behörde erstellten Umbaupläne, durch die der Wildeshauser Straße Vorfahrt eingeräumt worden wäre, waren im Ausschuss auf Skepsis gestoßen und sind letztlich verworfen worden. Das gilt auch für Kreisverkehrspläne – das Bauamt hat dafür ebenfalls eine Kostenschätzung vorgelegt: 250 000 Euro würde dieses Projekt verschlingen. „Das ist unbezahlbar“, winkte Sozialdemokrat Siemers ab.

Die Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit waren im Herbst vorigen Jahres in Gang gekommen, um das Wohnhaus an der Wildeshauser Straße 19 vor Fahrern, die an der Kreuzung das Stopp-Schild ignorieren und geradeaus rasen, zu schützen.