KIRCHHATTEN - Den Termin für einen Vortrag über Photovoltaiktechnik hätte der Ortslandvolkverband Hatten nicht besser wählen können, fand Referent Christoph Gers-Grapperhaus von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Denn der Experte war am Montagabend im Deutschen Haus in Kirchhatten zu Gast – genau an dem Tag, an dem auch der Klimagipfel in Kopenhagen begann.
Nur durch erneuerbare Energien sei der Klimawandel aufzuhalten, betonte Gers-Grapperhaus am Anfang seines Vortrags. Photovoltaikanlagen seien dabei die unkomplizierteste Möglichkeit: „Wenn das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht, muss hierfür in der Regel keine Baugenehmigungen beantragt werden“, erläuterte der Experte den etwa 35 Zuhörern.
Christoph Gers-Grapperhaus ist überzeugt, dass sich Photovoltaikanlagen nicht nur ökologisch, sondern auch finanziell rechnen: „Eine gute Kapitalverzinsung ist möglich“, sagte der Experte in Kirchhatten. Voraussetzung sei jedoch, dass sich Interessierte vor dem Bau der Anlage von einem Fachmann beraten lassen. „Bei einer Photovoltaikanlage sollte einiges beachtet werden. Die Dachfläche muss beispielsweise nach Süden ausgerichtet sein“, so Gers-Grapperhaus.
Da es mittlerweile unzählige Anbieter für Photovoltaiktechnik gebe, seien die Preise in letzter Zeit deutlich gesunken, berichtete der Referent von der Landwirtschaftskammer. Landwirten sei Solarenergie besonders zu empfehlen, weil sie auf ihren Höfen oft über große Dachflächen verfügen.
Der Vorsitzende des Ortslandvolkverbandes, Jürgen Rüdebusch, zog nach dem Vortrag ein positives Fazit: „Es war eine interessante Veranstaltung, bei der wir viel Neues erfahren haben.“
